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ECOWAS will doch keine Gewalt gegen Niger einsetzen

Der westafrikanische Regionalblock gibt seine Absicht auf, Gewalt gegen Niger anzuwenden

SICHERHEIT: NIGER-ECOWAS-INTERVENTION


DUBAI, 4. August. /TASS/. Die militärische Führung der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) hat ihre Absicht, Gewalt gegen Niger anzuwenden, wo Aufständische durch einen Staatsstreich die Macht ergriffen haben, aufgegeben, berichtete der Fernsehsender Al Arabiya am Freitag unter Berufung auf eine Erklärung der Verteidigung des Regionalblocks Minister.


Die ECOWAS wird nicht zu einer militärischen Intervention gegen Niger greifen, sondern den Sanktionsdruck verstärken, um die Aufständischen zur Freilassung des Präsidenten der Republik, Mohamed Bazoum, zu bewegen, berichtete der Fernsehsender.


Auf ihrem außerordentlichen Gipfeltreffen am 30. Juli forderten die Staats- und Regierungschefs der ECOWAS-Mitgliedsstaaten die Freilassung und Wiedereinsetzung von Präsident Bazoum durch die Aufständischen, die in Niger die Macht übernommen hatten, sowie die vollständige Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung in der Republik. Auch die ECOWAS-Staaten setzten den nigerianischen Aufständischen eine Frist von einer Woche, um diesen Forderungen nachzukommen.


Der westafrikanische Regionalblock versprach, „alle Maßnahmen“ gegen die Aufständischen zu ergreifen, „die zur Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung in der Republik Niger erforderlich sind“, und schloss „die Anwendung von Gewalt“ nicht aus.


General Abdourahamane Tchiani, Vorsitzender des Nationalen Rates zur Rettung des Heimatlandes, der zentralen Behörde des Landes nach dem Putsch, erklärte am 2. August im nationalen Fernsehen, dass Niger dem regionalen und internationalen Druck, der auf die Wiedereinsetzung von Präsident Bazoum abzielt, nicht nachgeben werde. Er forderte das nigerianische Volk auf, sich auf die Verteidigung seines Heimatlandes angesichts äußerer Bedrohungen vorzubereiten.


Unterdessen sagten nigerianische Politiker, Bazoum sei „in gutem Zustand“ und hätten telefonisch mit Führern und Vertretern von Regierungen anderer Länder gesprochen, es sei ihm jedoch verboten worden, die Residenz zu verlassen.


ТАСС 04.08.2023, 12:07 Uhr MSK

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