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BMW/E.ON tüfteln an Stromspeicher auf vier Rädern

  • Corax Consultants LLC
  • 7. Sept. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Die Autofahrt als Putin-Killer: Was nach James Bond klingt, soll die deutsche Energielandschaft revolutionieren: eine von BMW und E.ON derzeit getestete Technologie ermöglich das Einspeisen des während der Fahrt generierten Stroms in des heimische Netz. Ist Deutschland damit seine Energiesorgen los?


Das wohl kaum, aber das Projekt ist trotzdem sexy, wie eine Mitteilung beider Konzerne demonstriert.


Bei diesem so genannten bidirektionalen Laden fließt der Strom - anders als bei einer herkömmlichen Ladung des E-Autos - nicht allein in Richtung des Fahrzeug-Akkus, sondern kann bei Bedarf auch wieder ins Hausnetz zurückgespeist werden. Der Einsatz bei Privathaushalten ist Teil des großangelegten Projekts "Bidirektionales Lademanagement" von BMW und seinen Partnern, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.


Zwei Familien im Münchner Umland testen aktuell das bidirektionale Laden in ihrem Lebensalltag. Dazu wurden die entsprechenden Ladelösungen und Steuerungsboxen von E.ON in den beiden Haushalten installiert sowie die speziell ausgerüsteten BMW i3-Fahrzeuge ausgeliefert. Ein Expertenteam begleitet das Projekt durch kontinuierliche Datenauswertung und eine ständige Optimierung.


Sonnenstrom aus dem Fahrzeug-Akku im Haus nutzen


Im Rahmen des Pilotprojekts untersuchen die Partner nach eigenen Angaben das Zusammenspiel des E-Auto-Akkus mit Photovoltaik-Anlagen. Dabei wird bei Sonnenschein überschüssiger Solarstrom in den Fahrzeug-Akku geladen und kann bei Bedarf wieder aus der Batterie heraus ins Haus fließen, um dort verbraucht zu werden. Statt überschüssigen Sonnenstrom ins Netz einzuspeisen, können Kunden mit dieser Lösung einen größeren Anteil der Energie für die eigene Wohnung nutzen. Durch die Einbeziehung des Fahrzeug-Akkus steigt also die Unabhängigkeit vom Netzbezug und die PV-Anlage rentiert sich noch schneller. Der Hochlauf der Elektromobilität sorgt zudem für einen starken Zuwachs an Speicherkapazität für diesen Einsatz.


Kundenfreundlichkeit durch smarte Steuerung


"Besonders wichtig ist uns die Kundenfreundlichkeit der Anwendung. Daher erfolgt die Steuerung der Lade- und Entladevorgänge automatisch und intelligent durch eigens entwickelte Soft- und Hardware. Zentral ist dabei die vom E.ON Tochterunternehmen gridX entwickelte 'GridBox' mit entsprechender smarter Software. Die Nutzerinnen und Nutzer geben Zielvorgaben und legen etwa fest, welche Mindestmenge im Akku des E-Autos verbleiben soll", erklärt Mark Ritzmann, Managing Director bei E.ON Group Innovation.

Im Projektverlauf werden die eingesetzten Lösungen mit Blick auf künftige, konkrete Privatkundenprodukte optimiert. Ein solches bidirektionales Ladesystem könnte künftig nicht nur Heimspeicher für Photovoltaik-Anlagen ergänzen, sondern auch bei älteren PV-Anlagen zum Einsatz kommen, bei denen eine Speichernachrüstung sehr aufwändig wäre.




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