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  • Innenstädte: Seilbahnen statt Autoverkehr

    Eine von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Studie untersucht die Einsatzmöglichkeiten von Seilbahnen in Deutschlands Innenstädten. Diese sollen wie in Berggebieten oder bei großen Gartenbauveranstaltungen ergänzend zum öffentlichen Nahverkehr zum Einsatz kommen. „Im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln fehlen für deren Anwendung und Bewertung im Stadtraum jedoch bisher praktische Planungshilfen“, sagt Projektleiter Michael Welsch. Dabei hätten Seilschwebebahnen deutliche umweltrelevante Vorteile. Die Bauzeit sei kürzer, es müsse weniger Fläche versiegelt werden und der Material- und Ressourcenbedarf für Stützen und Stationen sei geringer als zum Beispiel bei Stadt- und S-Bahnen. Welsch: „Seilschwebebahnen sind sehr geräuscharm, zerschneiden kaum Natur- oder Bewegungsräume und bieten eine sehr gute CO2-Bilanz sowohl in der Herstellung als auch im Betrieb.“ Mit Hilfe der noch zu entwickelnden Empfehlungen aus dem Förderprojekt solle Planungssicherheit für die kommunale Verwaltung und die lokale Politik entstehen, teilt die DBU mit.

  • Innenstädte: Seilbahnen statt Autoverkehr

    Eine von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Studie untersucht die Einsatzmöglichkeiten von Seilbahnen in Deutschlands Innenstädten. Diese sollen wie in Berggebieten oder bei großen Gartenbauveranstaltungen ergänzend zum öffentlichen Nahverkehr zum Einsatz kommen. „Im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln fehlen für deren Anwendung und Bewertung im Stadtraum jedoch bisher praktische Planungshilfen“, sagt Projektleiter Michael Welsch. Dabei hätten Seilschwebebahnen deutliche umweltrelevante Vorteile. Die Bauzeit sei kürzer, es müsse weniger Fläche versiegelt werden und der Material- und Ressourcenbedarf für Stützen und Stationen sei geringer als zum Beispiel bei Stadt- und S-Bahnen. Welsch: „Seilschwebebahnen sind sehr geräuscharm, zerschneiden kaum Natur- oder Bewegungsräume und bieten eine sehr gute CO2-Bilanz sowohl in der Herstellung als auch im Betrieb.“ Mit Hilfe der noch zu entwickelnden Empfehlungen aus dem Förderprojekt solle Planungssicherheit für die kommunale Verwaltung und die lokale Politik entstehen, teilt die DBU mit.

  • Innenstädte: Seilbahnen statt Autoverkehr

    Eine von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Studie untersucht die Einsatzmöglichkeiten von Seilbahnen in Deutschlands Innenstädten. Diese sollen wie in Berggebieten oder bei großen Gartenbauveranstaltungen ergänzend zum öffentlichen Nahverkehr zum Einsatz kommen. „Im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln fehlen für deren Anwendung und Bewertung im Stadtraum jedoch bisher praktische Planungshilfen“, sagt Projektleiter Michael Welsch. Dabei hätten Seilschwebebahnen deutliche umweltrelevante Vorteile. Die Bauzeit sei kürzer, es müsse weniger Fläche versiegelt werden und der Material- und Ressourcenbedarf für Stützen und Stationen sei geringer als zum Beispiel bei Stadt- und S-Bahnen. Welsch: „Seilschwebebahnen sind sehr geräuscharm, zerschneiden kaum Natur- oder Bewegungsräume und bieten eine sehr gute CO2-Bilanz sowohl in der Herstellung als auch im Betrieb.“ Mit Hilfe der noch zu entwickelnden Empfehlungen aus dem Förderprojekt solle Planungssicherheit für die kommunale Verwaltung und die lokale Politik entstehen, teilt die DBU mit.

  • Alzheimer-Blutest sagt Erkrankungsrisiko bei Gesunden voraus

    Es ist ein Novum: Mithilfe eines Bluttests hat ein deutsch-niederländisches Forschungsteam eigenen Angaben zufolge das Alzheimer-Risiko von Menschen prognostiziert, die laut klinischer Diagnose nicht an Alzheimer litten, aber sich selbst als kognitiv beeinträchtigt empfanden (Subjective Cognitive Declined, SCD). Die Forscherinnen und Forscher analysierten Blutproben einer SCD-Kohorte, die an der Amsterdamer Universitätsklinik begleitet wird. Mit einem an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) entwickelten Test, dem Immuno-Infrarot-Sensor, identifizierten sie bei Studieneintritt alle 22 Probandinnen und Probanden, die sechs Jahre später an Alzheimer oder einer Vorstufe, dem Mild Cognitive Impairment, erkrankten. Der Test zeigte auch, welche Probanden nur ein sehr geringes Risiko hatten, später eine Alzheimer-Demenz zu entwickeln. Die Ergebnisse beschreibt das Team in der Zeitschrift „Alzheimer’s Research and Therapy“, online veröffentlicht am 24. Dezember 2020. Ein solcher Bluttest, der die beginnende Alzheimer-Demenz schon im symptomlosen Zustand erkennen kann, wäre nach Ansicht der Autoren vor allem dann nützlich, wenn ein Wirkstoff zur Behandlung der Krankheit verfügbar wäre. Im März 2021 wiederum wird die US-amerikanische Food and Drug Administration über die Zulassung des Medikaments Aducanumab entscheiden. Die Bochumer Forscher setzen sich dafür ein, dass der Immuno-Infrarot-Sensor künftig bei der Auswahl der Studienteilnehmer Anwendung findet und damit ein deutlich besseres Therapieansprechen erzielt wird. Originalpublikation: Julia Stockmann et al.: Amyloid-β misfolding as a plasma biomarker indicates risk for future clinical Alzheimer’s disease in individuals with subjective cognitive decline, in: Alzheimer’s Research and Therapy, 2020, DOI: 10.1186/s13195-020-00738-8

  • Alzheimer-Blutest sagt Erkrankungsrisiko bei Gesunden voraus

    Es ist ein Novum: Mithilfe eines Bluttests hat ein deutsch-niederländisches Forschungsteam eigenen Angaben zufolge das Alzheimer-Risiko von Menschen prognostiziert, die laut klinischer Diagnose nicht an Alzheimer litten, aber sich selbst als kognitiv beeinträchtigt empfanden (Subjective Cognitive Declined, SCD). Die Forscherinnen und Forscher analysierten Blutproben einer SCD-Kohorte, die an der Amsterdamer Universitätsklinik begleitet wird. Mit einem an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) entwickelten Test, dem Immuno-Infrarot-Sensor, identifizierten sie bei Studieneintritt alle 22 Probandinnen und Probanden, die sechs Jahre später an Alzheimer oder einer Vorstufe, dem Mild Cognitive Impairment, erkrankten. Der Test zeigte auch, welche Probanden nur ein sehr geringes Risiko hatten, später eine Alzheimer-Demenz zu entwickeln. Die Ergebnisse beschreibt das Team in der Zeitschrift „Alzheimer’s Research and Therapy“, online veröffentlicht am 24. Dezember 2020. Ein solcher Bluttest, der die beginnende Alzheimer-Demenz schon im symptomlosen Zustand erkennen kann, wäre nach Ansicht der Autoren vor allem dann nützlich, wenn ein Wirkstoff zur Behandlung der Krankheit verfügbar wäre. Im März 2021 wiederum wird die US-amerikanische Food and Drug Administration über die Zulassung des Medikaments Aducanumab entscheiden. Die Bochumer Forscher setzen sich dafür ein, dass der Immuno-Infrarot-Sensor künftig bei der Auswahl der Studienteilnehmer Anwendung findet und damit ein deutlich besseres Therapieansprechen erzielt wird. Originalpublikation: Julia Stockmann et al.: Amyloid-β misfolding as a plasma biomarker indicates risk for future clinical Alzheimer’s disease in individuals with subjective cognitive decline, in: Alzheimer’s Research and Therapy, 2020, DOI: 10.1186/s13195-020-00738-8

  • Alzheimer-Blutest sagt Erkrankungsrisiko bei Gesunden voraus

    Es ist ein Novum: Mithilfe eines Bluttests hat ein deutsch-niederländisches Forschungsteam eigenen Angaben zufolge das Alzheimer-Risiko von Menschen prognostiziert, die laut klinischer Diagnose nicht an Alzheimer litten, aber sich selbst als kognitiv beeinträchtigt empfanden (Subjective Cognitive Declined, SCD). Die Forscherinnen und Forscher analysierten Blutproben einer SCD-Kohorte, die an der Amsterdamer Universitätsklinik begleitet wird. Mit einem an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) entwickelten Test, dem Immuno-Infrarot-Sensor, identifizierten sie bei Studieneintritt alle 22 Probandinnen und Probanden, die sechs Jahre später an Alzheimer oder einer Vorstufe, dem Mild Cognitive Impairment, erkrankten. Der Test zeigte auch, welche Probanden nur ein sehr geringes Risiko hatten, später eine Alzheimer-Demenz zu entwickeln. Die Ergebnisse beschreibt das Team in der Zeitschrift „Alzheimer’s Research and Therapy“, online veröffentlicht am 24. Dezember 2020. Ein solcher Bluttest, der die beginnende Alzheimer-Demenz schon im symptomlosen Zustand erkennen kann, wäre nach Ansicht der Autoren vor allem dann nützlich, wenn ein Wirkstoff zur Behandlung der Krankheit verfügbar wäre. Im März 2021 wiederum wird die US-amerikanische Food and Drug Administration über die Zulassung des Medikaments Aducanumab entscheiden. Die Bochumer Forscher setzen sich dafür ein, dass der Immuno-Infrarot-Sensor künftig bei der Auswahl der Studienteilnehmer Anwendung findet und damit ein deutlich besseres Therapieansprechen erzielt wird. Originalpublikation: Julia Stockmann et al.: Amyloid-β misfolding as a plasma biomarker indicates risk for future clinical Alzheimer’s disease in individuals with subjective cognitive decline, in: Alzheimer’s Research and Therapy, 2020, DOI: 10.1186/s13195-020-00738-8

  • EILMELDUNG: Biodiversität des östlichen Mittelmeers kollabiert

    Die Biodiversität im östlichen Mittelmeer ist um 95 Prozent zurückgegangen. Das berichtet ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Paolo G. Albano vom Institut für Paläontologie der Universität Wien. Die meisten heimischen Arten sterben der Studie zufolge regional aus, während sich eingeführte tropische Arten rasch vermehren. Die Studie wurde im Journal "Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences" veröffentlicht. Zu den betroffenen Gebieten zählen die Küstengewässer Israels. Sie gehören zu den wärmsten im Mittelmeer. Die meisten marinen Arten waren hier historisch gesehen an ihrer Toleranzgrenze in Bezug auf hohe Wassertemperaturen. Diese Grenze wurde jedoch den Wissenschaftlern zufolge durch den Anstieg der Meerestemperatur in den letzten Jahrzehnten klar überschritten. Die Temperatur übersteige infolge des Klimawandels das, was die mediterranen Arten aushalten könnten – "die heimische Biodiversität stirbt dort, regional gesehen, daher großteils aus", konstatieren die Forscher.. Das Team um Paolo Albano konnte das regionale Aussterben für marine Mollusken beziffern, also jene Gruppe der Wirbellosen, die u.a. Schnecken und Muscheln umfasst. Dafür wurde entlang der israelischen Küste die historische Artenvielfalt anhand der leeren Schalen auf dem Meeresboden rekonstruiert und mit dem derzeitigen Vorkommen verglichen. So konnten die Forscher*innen einen dramatischen Rückgang der Arten nachweisen. Am stärksten betroffen sind demnach die seichten Lebensräume in Tauchtiefen: Hier konnte das Team von bis zu 95 Prozent jener Arten, deren Schalen in den Sedimenten vorhanden waren, keine lebenden Individuen mehr finden. Die Studie deutet darauf hin, dass der größte Teil dieses Verlustes in jüngster Zeit, möglicherweise erst in den letzten Jahrzehnten, stattgefunden hat. Auch von den Arten, die lebend gefunden wurden, konnten die meisten nicht genug wachsen, um sich fortzupflanzen – "ein klares Zeichen dafür, dass sich der Zusammenbruch der Artenvielfalt weiter fortsetzen wird" – so Paolo Albano. Im Gegensatz dazu gedeihen die tropischen Arten, die über den Suezkanal einwandern, prächtig: Das warme Wasser, das sie im östlichen Mittelmeer vorfinden, ist für ihre Ansiedlung sehr gut geeignet, und tatsächlich kommen sie in großen Populationen und mit voll fortpflanzungsfähigen Individuen vor. "Für jeden, der es gewohnt ist, im Mittelmeer zu schnorcheln oder zu tauchen, ist das Unterwasser-Szenario in Israel nicht wiederzuerkennen", erklärt der Biodiversitätsforscher Albano: "Die häufigsten einheimischen Arten fehlen, während im Gegensatz dazu die tropischen Arten überall sind." Die Zukunftsaussichten für das Mittelmeer sind der Studie zufolge schlecht: Selbst wenn die Kohlendioxid-Emissionen heute gestoppt würden, würde sich das Meer noch lange weiter erwärmen. Dafür sorgt die Trägheit des Systems, quasi der lange Bremsweg der Erderwärmung. Demnach ist es also sehr wahrscheinlich, dass sich der Biodiversitätskollaps weiter nach Westen ausbreiten und verstärken wird; außerdem könnte derselbe Prozess in anderen, noch nicht untersuchten Gebieten des östlichen Mittelmeers auch bereits ablaufen. Lediglich im Gezeitenbereich, wo Organismen in gewissem Maße an Temperaturextreme vorangepasst sind, und in tieferen und damit kühleren Meeresregionen, dürften die einheimischen Arten noch überleben – zumindest für einige Zeit. Publikation in Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences: Albano P.G., Steger J., Bošnjak M., Dunne B., Guifarro Z., Turapova E., Hua Q., Kaufman D.S., Rilov G., Zuschin M.: Native biodiversity collapse in the Eastern Mediterranean. Proceedings of the Royal Society B, 2021. DOI: 10.1098/rspb.2020.2469

  • EILMELDUNG: Biodiversität des östlichen Mittelmeers kollabiert

    Die Biodiversität im östlichen Mittelmeer ist um 95 Prozent zurückgegangen. Das berichtet ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Paolo G. Albano vom Institut für Paläontologie der Universität Wien. Die meisten heimischen Arten sterben der Studie zufolge regional aus, während sich eingeführte tropische Arten rasch vermehren. Die Studie wurde im Journal "Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences" veröffentlicht. Zu den betroffenen Gebieten zählen die Küstengewässer Israels. Sie gehören zu den wärmsten im Mittelmeer. Die meisten marinen Arten waren hier historisch gesehen an ihrer Toleranzgrenze in Bezug auf hohe Wassertemperaturen. Diese Grenze wurde jedoch den Wissenschaftlern zufolge durch den Anstieg der Meerestemperatur in den letzten Jahrzehnten klar überschritten. Die Temperatur übersteige infolge des Klimawandels das, was die mediterranen Arten aushalten könnten – "die heimische Biodiversität stirbt dort, regional gesehen, daher großteils aus", konstatieren die Forscher.. Das Team um Paolo Albano konnte das regionale Aussterben für marine Mollusken beziffern, also jene Gruppe der Wirbellosen, die u.a. Schnecken und Muscheln umfasst. Dafür wurde entlang der israelischen Küste die historische Artenvielfalt anhand der leeren Schalen auf dem Meeresboden rekonstruiert und mit dem derzeitigen Vorkommen verglichen. So konnten die Forscher*innen einen dramatischen Rückgang der Arten nachweisen. Am stärksten betroffen sind demnach die seichten Lebensräume in Tauchtiefen: Hier konnte das Team von bis zu 95 Prozent jener Arten, deren Schalen in den Sedimenten vorhanden waren, keine lebenden Individuen mehr finden. Die Studie deutet darauf hin, dass der größte Teil dieses Verlustes in jüngster Zeit, möglicherweise erst in den letzten Jahrzehnten, stattgefunden hat. Auch von den Arten, die lebend gefunden wurden, konnten die meisten nicht genug wachsen, um sich fortzupflanzen – "ein klares Zeichen dafür, dass sich der Zusammenbruch der Artenvielfalt weiter fortsetzen wird" – so Paolo Albano. Im Gegensatz dazu gedeihen die tropischen Arten, die über den Suezkanal einwandern, prächtig: Das warme Wasser, das sie im östlichen Mittelmeer vorfinden, ist für ihre Ansiedlung sehr gut geeignet, und tatsächlich kommen sie in großen Populationen und mit voll fortpflanzungsfähigen Individuen vor. "Für jeden, der es gewohnt ist, im Mittelmeer zu schnorcheln oder zu tauchen, ist das Unterwasser-Szenario in Israel nicht wiederzuerkennen", erklärt der Biodiversitätsforscher Albano: "Die häufigsten einheimischen Arten fehlen, während im Gegensatz dazu die tropischen Arten überall sind." Die Zukunftsaussichten für das Mittelmeer sind der Studie zufolge schlecht: Selbst wenn die Kohlendioxid-Emissionen heute gestoppt würden, würde sich das Meer noch lange weiter erwärmen. Dafür sorgt die Trägheit des Systems, quasi der lange Bremsweg der Erderwärmung. Demnach ist es also sehr wahrscheinlich, dass sich der Biodiversitätskollaps weiter nach Westen ausbreiten und verstärken wird; außerdem könnte derselbe Prozess in anderen, noch nicht untersuchten Gebieten des östlichen Mittelmeers auch bereits ablaufen. Lediglich im Gezeitenbereich, wo Organismen in gewissem Maße an Temperaturextreme vorangepasst sind, und in tieferen und damit kühleren Meeresregionen, dürften die einheimischen Arten noch überleben – zumindest für einige Zeit. Publikation in Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences: Albano P.G., Steger J., Bošnjak M., Dunne B., Guifarro Z., Turapova E., Hua Q., Kaufman D.S., Rilov G., Zuschin M.: Native biodiversity collapse in the Eastern Mediterranean. Proceedings of the Royal Society B, 2021. DOI: 10.1098/rspb.2020.2469

  • EILMELDUNG: Biodiversität des östlichen Mittelmeers kollabiert

    Die Biodiversität im östlichen Mittelmeer ist um 95 Prozent zurückgegangen. Das berichtet ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Paolo G. Albano vom Institut für Paläontologie der Universität Wien. Die meisten heimischen Arten sterben der Studie zufolge regional aus, während sich eingeführte tropische Arten rasch vermehren. Die Studie wurde im Journal “Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences” veröffentlicht. Zu den betroffenen Gebieten zählen die Küstengewässer Israels. Sie gehören zu den wärmsten im Mittelmeer. Die meisten marinen Arten waren hier historisch gesehen an ihrer Toleranzgrenze in Bezug auf hohe Wassertemperaturen. Diese Grenze wurde jedoch den Wissenschaftlern zufolge durch den Anstieg der Meerestemperatur in den letzten Jahrzehnten klar überschritten. Die Temperatur übersteige infolge des Klimawandels das, was die mediterranen Arten aushalten könnten – “die heimische Biodiversität stirbt dort, regional gesehen, daher großteils aus”, konstatieren die Forscher.. Das Team um Paolo Albano konnte das regionale Aussterben für marine Mollusken beziffern, also jene Gruppe der Wirbellosen, die u.a. Schnecken und Muscheln umfasst. Dafür wurde entlang der israelischen Küste die historische Artenvielfalt anhand der leeren Schalen auf dem Meeresboden rekonstruiert und mit dem derzeitigen Vorkommen verglichen. So konnten die Forscher*innen einen dramatischen Rückgang der Arten nachweisen. Am stärksten betroffen sind demnach die seichten Lebensräume in Tauchtiefen: Hier konnte das Team von bis zu 95 Prozent jener Arten, deren Schalen in den Sedimenten vorhanden waren, keine lebenden Individuen mehr finden. Die Studie deutet darauf hin, dass der größte Teil dieses Verlustes in jüngster Zeit, möglicherweise erst in den letzten Jahrzehnten, stattgefunden hat. Auch von den Arten, die lebend gefunden wurden, konnten die meisten nicht genug wachsen, um sich fortzupflanzen – “ein klares Zeichen dafür, dass sich der Zusammenbruch der Artenvielfalt weiter fortsetzen wird” – so Paolo Albano. Im Gegensatz dazu gedeihen die tropischen Arten, die über den Suezkanal einwandern, prächtig: Das warme Wasser, das sie im östlichen Mittelmeer vorfinden, ist für ihre Ansiedlung sehr gut geeignet, und tatsächlich kommen sie in großen Populationen und mit voll fortpflanzungsfähigen Individuen vor. “Für jeden, der es gewohnt ist, im Mittelmeer zu schnorcheln oder zu tauchen, ist das Unterwasser-Szenario in Israel nicht wiederzuerkennen”, erklärt der Biodiversitätsforscher Albano: “Die häufigsten einheimischen Arten fehlen, während im Gegensatz dazu die tropischen Arten überall sind.” Die Zukunftsaussichten für das Mittelmeer sind der Studie zufolge schlecht: Selbst wenn die Kohlendioxid-Emissionen heute gestoppt würden, würde sich das Meer noch lange weiter erwärmen. Dafür sorgt die Trägheit des Systems, quasi der lange Bremsweg der Erderwärmung. Demnach ist es also sehr wahrscheinlich, dass sich der Biodiversitätskollaps weiter nach Westen ausbreiten und verstärken wird; außerdem könnte derselbe Prozess in anderen, noch nicht untersuchten Gebieten des östlichen Mittelmeers auch bereits ablaufen. Lediglich im Gezeitenbereich, wo Organismen in gewissem Maße an Temperaturextreme vorangepasst sind, und in tieferen und damit kühleren Meeresregionen, dürften die einheimischen Arten noch überleben – zumindest für einige Zeit. Publikation in Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences: Albano P.G., Steger J., Bošnjak M., Dunne B., Guifarro Z., Turapova E., Hua Q., Kaufman D.S., Rilov G., Zuschin M.: Native biodiversity collapse in the Eastern Mediterranean. Proceedings of the Royal Society B, 2021. DOI: 10.1098/rspb.2020.2469

  • Künstliche Intelligenz sagt Verlauf von Psychosen voraus

    Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie haben unter der Leitung von Nikolaos Koutsouleris mit Hilfe von Machine-Learning-Modellen einen Algorithmus zur Voraussage des Verlaufs von Psychosen erstellt. Obwohl Psychiater sehr genaue Vorhersagen über positive Krankheitsverläufe machen, unterschätzen sie möglicherweise die Häufigkeit von ungünstigen Fällen, die zu Rückfällen führen. Die algorithmische Mustererkennung hilft jetzt Ärzten, den Krankheitsverlauf besser vorherzusagen. Die Ergebnisse der Studie, die in der Fachzeitschrift JAMA Psychiatry veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Kombination aus künstlicher und menschlicher Intelligenz die Vorhersage von psychischen Erkrankungen optimiert. "Dieser Algorithmus ermöglicht es uns, die Prävention von Psychosen, insbesondere bei jungen Patienten mit hohem Risiko oder einer beginnenden Depression, zu verbessern und gezielter und rechtzeitig zu intervenieren", erklärt Koutsouleris. Der Algorithmus ersetze jedoch nicht die Behandlung durch medizinisches Fachpersonal, sondern unterstütze lediglich die Entscheidungsfindung. Mit Hilfe des Algorithmus könne der Arzt frühzeitig erkennen, welche Patienten eine therapeutische Intervention benötigen und welche nicht. "Die Ergebnisse unserer Studie könnten dazu beitragen, einen wechselseitigen und interaktiven Prozess der klinischen Validierung voranzutreiben und prognostische Werkzeuge in realen Screening-Diensten zu verbessern", fasst Koutsouleris zusammen.

  • Künstliche Intelligenz sagt Verlauf von Psychosen voraus

    Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie haben unter der Leitung von Nikolaos Koutsouleris mit Hilfe von Machine-Learning-Modellen einen Algorithmus zur Voraussage des Verlaufs von Psychosen erstellt. Obwohl Psychiater sehr genaue Vorhersagen über positive Krankheitsverläufe machen, unterschätzen sie möglicherweise die Häufigkeit von ungünstigen Fällen, die zu Rückfällen führen. Die algorithmische Mustererkennung hilft jetzt Ärzten, den Krankheitsverlauf besser vorherzusagen. Die Ergebnisse der Studie, die in der Fachzeitschrift JAMA Psychiatry veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Kombination aus künstlicher und menschlicher Intelligenz die Vorhersage von psychischen Erkrankungen optimiert. "Dieser Algorithmus ermöglicht es uns, die Prävention von Psychosen, insbesondere bei jungen Patienten mit hohem Risiko oder einer beginnenden Depression, zu verbessern und gezielter und rechtzeitig zu intervenieren", erklärt Koutsouleris. Der Algorithmus ersetze jedoch nicht die Behandlung durch medizinisches Fachpersonal, sondern unterstütze lediglich die Entscheidungsfindung. Mit Hilfe des Algorithmus könne der Arzt frühzeitig erkennen, welche Patienten eine therapeutische Intervention benötigen und welche nicht. "Die Ergebnisse unserer Studie könnten dazu beitragen, einen wechselseitigen und interaktiven Prozess der klinischen Validierung voranzutreiben und prognostische Werkzeuge in realen Screening-Diensten zu verbessern", fasst Koutsouleris zusammen.

  • Künstliche Intelligenz sagt Verlauf von Psychosen voraus

    Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie haben unter der Leitung von Nikolaos Koutsouleris mit Hilfe von Machine-Learning-Modellen einen Algorithmus zur Voraussage des Verlaufs von Psychosen erstellt. Obwohl Psychiater sehr genaue Vorhersagen über positive Krankheitsverläufe machen, unterschätzen sie möglicherweise die Häufigkeit von ungünstigen Fällen, die zu Rückfällen führen. Die algorithmische Mustererkennung hilft jetzt Ärzten, den Krankheitsverlauf besser vorherzusagen. Die Ergebnisse der Studie, die in der Fachzeitschrift JAMA Psychiatry veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Kombination aus künstlicher und menschlicher Intelligenz die Vorhersage von psychischen Erkrankungen optimiert. “Dieser Algorithmus ermöglicht es uns, die Prävention von Psychosen, insbesondere bei jungen Patienten mit hohem Risiko oder einer beginnenden Depression, zu verbessern und gezielter und rechtzeitig zu intervenieren”, erklärt Koutsouleris. Der Algorithmus ersetze jedoch nicht die Behandlung durch medizinisches Fachpersonal, sondern unterstütze lediglich die Entscheidungsfindung. Mit Hilfe des Algorithmus könne der Arzt frühzeitig erkennen, welche Patienten eine therapeutische Intervention benötigen und welche nicht. “Die Ergebnisse unserer Studie könnten dazu beitragen, einen wechselseitigen und interaktiven Prozess der klinischen Validierung voranzutreiben und prognostische Werkzeuge in realen Screening-Diensten zu verbessern”, fasst Koutsouleris zusammen.

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