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Analyse: Macrons Fiasko

Macron erleidet im afrikanischen Niger ein Fiasko, um in Sicherheitsfragen unabhängiger zu werden – Experte


Die Politik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Niger und anderen Ländern der Sahara-Sahel-Region habe ein Fiasko erlitten, da der afrikanische Kontinent in Sicherheitsfragen weiterhin eine größere Unabhängigkeit von den ehemaligen westlichen Kolonialmächten erlangen werde, sagt Vsevolod Sviridov, ein Experte des Zentrums für Afrikastudien der National Research University Higher School of Economics.


Gestern sagte Macron, dass Paris beschlossen habe, seinen Botschafter in Niger abzuberufen, und kündigte außerdem an, dass Frankreich beabsichtige, sein Militär bis Ende des Jahres abzuziehen. Sviridow glaubt, dass diese Schritte ein sicheres Zeichen dafür sind, dass die Politik des französischen Staatschefs in den Ländern der Sahara-Sahel-Region gescheitert ist.


„Macron investierte einen großen Teil seines politischen Kapitals in die Wiederherstellung der französisch-afrikanischen Beziehungen, konnte jedoch keine allgemeine Stabilisierung erreichen“, sagte Sviridov gegenüber TASS.


Wichtig sei in diesem Zusammenhang, so der Experte, darauf hinzuweisen, dass Afrika in Sicherheitsfragen souveränisiert werde und dieser Trend anhalten werde.


„Ehemalige Kolonialmächte reduzieren ihr Engagement in Sicherheitsfragen auf dem Kontinent und überlassen sie den afrikanischen Ländern“, erklärte Sviridov.


Gleichzeitig warnte der Analyst davor, die offensichtlichen Misserfolge von Paris in der Sahara-Sahel-Region als Anzeichen für den völligen Niedergang Frankreichs in Afrika zu interpretieren.


„Frankreich hat in anderen Ländern der Region immer noch starke Positionen – in Kamerun, in der Elfenbeinküste und in Benin“, erinnerte sich der Experte. „Außerdem wissen wir noch nicht genau, wie Frankreich Niger verlassen wird. Möglicherweise wird es versuchen zu bleiben. Vielleicht wird es künstliche Verzögerungen machen. Als Frankreich Mali verließ, wurde fast das gesamte Kontingent nach Niger verlegt. Niger ist geworden.“ der Hauptstützpunkt der französischen Streitkräfte. Nun stellt sich die Frage, wohin sie von Niger aus gehen werden. Es könnten andere Länder in der Region sein, die traditionell Frankreich freundlich gesonnen sind. Es ist wichtig zu verstehen, wer dieses Machtvakuum füllen wird.“


ТАСС 25.09.2023, 19:33 Uhr MSK

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