Nationale Wasserstoffstrategie: Deutschland muss fast 80 Prozent des benötigten grünen Wasserstoffs
- Corax Consultants LLC
- 3. Aug. 2023
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Großes Exportpotenzial und ideale Bedingungen für die kostengünstige Produktion von grünem Wasserstoff bieten auch die Vereinigten ArabischenEmirate (VAE). Für Investoren und den schnellen Hochlauf lokaler Projekte spielt die politische Unterstützung eine wichtige Rolle. Um bestehende Beziehungen zu vertiefen, gründete das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Energie und Infrastruktur der Vereinigten Arabischen Emirate im letzten Jahr die Emirati-German Hydrogen Task Force. Die Arbeitsgruppe soll Experten aus Industrie, Wissenschaft und Politik vernetzen und Empfehlungen für die beiden Ministerien hinsichtlich der deutsch-emiratischen Energiepartnerschaft erarbeiten. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich der erneuerbaren Energien sind die Experten von Eternal Power auf Einladung des BMWK ebenfalls der Task Force beigetreten. “Neben den VAE ist der gesamte mittlere Osten eine aussichtsreiche Region, aus der wir in naher Zukunft grünen Wasserstoff beziehen werden”, weiß Moritz Schwencke. “Wir können auf lange gewachsenen Energiepartnerschaften aufbauen. Der politische Rückenwind sowohl aus Deutschland als auch den Partner-Ländern erleichtert die Finanzierung.”
Türkei – aus Ankara weht ein grüner Wind
Obwohl die Türkei erst vor einem Jahr das Pariser Klimaabkommen anerkannte, gewinnt das Land am Bosporus bereits rund 50 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien. Vor allem Wasserkraftwerken kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Experten sehen in dem Ausbau von Wind-, Solar- und Wasserkraft in der Türkei ein enormes Potenzial. Insbesondere, weil das Land selbst unabhängiger werden will von Energieimporten. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und der türkische Energieminister Fatih Dönmez unterzeichneten im Herbst 2022 eine gemeinsame Absichtserklärung zur Kooperation bei grünem Wasserstoff. “Deutschland ist nach wie vor der wichtigste Handelspartner der Türkei, trotz der politischen Spannungen der letzten Jahre. Vom Handel mit grünem Wasserstoff profitieren in Zukunft nicht nur politisch beide Seiten, sondern auch gesellschaftlich und ökonomisch. Die Folgen des Klimawandels waren in der Türkei zuletzt sehr stark spürbar”, sagt Robert Meitz.
Namibia – eine sonnige Zukunft
Eine relativ geringe Bevölkerungsdichte und große, geeignete Flächen für Wind- und Solaranlagen machen Namibia zum aussichtsreichen Energie-Partner für deutsche Unternehmen. Bereits bis 2025 will das Land grünen Wasserstoff nach Deutschland liefern. Dafür muss allerdings laut Wasserstoffexperte Schwencke noch einiges geschehen: “Namibia verfügt noch nicht über ausreichende Infrastruktur und Produktionsanalagen. Doch die Bereitschaft, in die Zukunft zu investieren, ist auf allen Seiten riesig, wie wir aus Sondierungsgesprächen wissen.” Für das afrikanische Land stecken in dem Paradigmenwechsel große Chancen für die Zukunft. “Das Ende der Abhängigkeit fossiler Brennstoffe markiert den Beginn einer neuen Weltordnung. Erneuerbare Energien haben das Potenzial, die Wirtschaft all jener Länder anzukurbeln, die bislang nicht vom wachsenden Wohlstand profitiert haben”, so Schwencke.
Vietnam – Schlüssel für grünes Wachstum
Das rasante Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre verringerte in Vietnam die Armut deutlich, allerdings nicht ohne Folgen: Vietnam gehört laut Global Climate Risk Index zu den zwanzig am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern. Die Wende hin zur grünen Wirtschaft hat für das Land deshalb einen hohen Stellenwert. Erste Kooperationen zwischen deutschen und vietnamesischen Unternehmen für Produktionsanlagen von grünem Wasserstoff haben in diesem Jahr den Energiedialog mit dem Land im südchinesischen Meer eingeläutet. “Vietnam könnte sich zu einem der führenden Exporteure für grünen Wasserstoff und seine Derivate in Asien entwickeln. Denn: Die Produktionskosten für erneuerbare Energien – ein Hauptkostentreiber für den Preis von grünem Wasserstoff – sind hier relativ gering”, erklärt Moritz Schwencke. Auch das Team von Eternal Power ist bereits in Vietnam aktiv, um Partnerschaften zu schließen und geeignete Produktionsflächen zu identifizieren.
Weitere Informationen finden Sie unter www.eternal-power.de


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