"Die Presse hat sich schon vor Jahren mit der Politik ins Bett gelegt"

In seinem dritten Interview mit DISPARUM21 spricht Ludwig Saar, der Autor des Thrillers Maskenland, über die Rolle der Medien in der Coronakrise – und die Mechanismen der Desinformation.


DISPARUM21: Herr Saar, seit unserem letzten Gespräch hat sich in Punkto Masken einiges getan. Ins Visier der Geschäfte mit Geschmäckle rückte jetzt auch einer der größten Verlage der Bundesrepublik.


Saar: Womit Sie zweifelsohne Burda meinen. Ja, die Sache kam so, wie man es erwarten konnte. Der Ehemann des Bundesgesundheitsministers hat keine Ahnung davon, dass die Firma, die er für BURDA in Berlin leitet, 500.000 FFP2 Masken an das Ministerium seines Ehemanns verkauft. Erwarten Sie dazu jetzt noch eine Meinung?


DISPARUM21: An sich stellen wir die Fragen, aber in diesem Falle antworten wir gern: Ja.

Saar: Dass der Büroleiter eines Burda-Unternehmens von so einem Deal nichts wissen soll, kann ich mir nur schwer vorstellen.