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Xi: China will Feuchtgebiete global schützen

Mehr als eine Milliarde Menschen auf der ganzen Welt sind für ihren Lebensunterhalt auf Feuchtgebiete angewiesen – das ist etwa jeder achte Mensch auf der Erde. Diese Gebiete sind jedoch das am stärksten bedrohte Ökosystem der Erde.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind seit 1970 weltweit 35 Prozent der Feuchtgebiete verschwunden. Unter dem Motto „Wetlands Action for People and Nature” findet vom 5. bis 13. November die 14. Konferenz der Vertragsparteien (COP14) des Ramsar-Übereinkommens über Feuchtgebiete statt, wobei der Haupttagungsort im chinesischen Wuhan ist und eine Parallelsitzung in Genf, Schweiz, sowohl als Präsenzveranstaltung als auch online abgehalten wird.

„Dieses Treffen bietet uns die Möglichkeit, das Bewusstsein zu schärfen, die Zusammenarbeit zu stärken und die Maßnahmen zum Schutz der Feuchtgebiete weltweit zu intensivieren”, sagte der chinesische Präsident Xi Jinping am Samstag in seiner per Video übertragenen Rede zur Eröffnung der Veranstaltungen.

Xi versprach, China werde die Modernisierung der Harmonie zwischen Mensch und Natur vorantreiben, eine qualitativ hochwertige Entwicklung im Bereich des Feuchtgebietsschutzes fördern und den internationalen Austausch und die Zusammenarbeit vorantreiben.

Was hat China getan?

Mit vier Prozent der weltweiten Feuchtgebiete erfüllt China die vielfältigen Bedürfnisse eines Fünftels der Weltbevölkerung in Bezug auf Produktion, Leben, Ökologie und Kultur in Feuchtgebieten. In seiner Rede wies Xi darauf hin, dass beim Schutz der Feuchtgebiete in China historische Erfolge erzielt worden seien. Das Land habe die Fläche der Feuchtgebiete auf 56,35 Millionen Hektar vergrößert, ein Schutzsystem eingerichtet und ein Gesetz zum Schutz der Feuchtgebiete erlassen, so Xi.

Seit seinem Beitritt zum Ramsar-Übereinkommen im Jahr 1992 hat China seinen rechtlichen Rahmen für den Schutz von Feuchtgebieten sowie Systeme für das Schutzmanagement, die Projektplanung und die Untersuchung und Überwachung geschaffen und verbessert. Außerdem hat es seine Verpflichtungen aus dem Übereinkommen erfüllt und die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich weiter ausgebaut.

Seit 2003 hat die Zentralregierung 19,8 Milliarden Yuan (etwa 2,73 Milliarden US-Dollar) für über 4.100 Projekte ausgegeben, um den Schutz und die Wiederherstellung von Feuchtgebieten im ganzen Land zu fördern.

In China gibt es inzwischen 64 Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung und 29 Feuchtgebiete von nationaler Bedeutung sowie 901 nationale Feuchtgebietsparks.

Im vergangenen Monat hat China einen Plan zum Schutz von Feuchtgebieten für den Zeitraum von 2022 bis 2030 veröffentlicht, der darauf abzielt, die Schutzquote für Feuchtgebiete bis 2025 auf 55 Prozent zu erhöhen und gleichzeitig die Zahl der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung um 20 und von nationaler Bedeutung um 50 zu steigern.

Der chinesische Präsident stellte auch Chinas weiteren Plan vor, 11 Millionen Hektar seiner Feuchtgebiete in das Nationalparksystem des Landes einzubeziehen, und fügte hinzu, dass ein nationaler Plan zur Erhaltung der Feuchtgebiete und wichtige Erhaltungsprojekte durchgeführt werden sollen.

Weg zur globalen ökologischen Erhaltung

Der chinesische Präsident rief am Samstag dazu auf, einen weltweiten Konsens über die Wertschätzung von Feuchtgebieten zu erzielen, den globalen Prozess der Erhaltung von Feuchtgebieten voranzutreiben und das Wohlergehen der Menschen weltweit zu verbessern, indem man sich die Rolle der Feuchtgebiete zunutze macht.

China werde ein internationales Mangrovenzentrum in Shenzhen errichten und die Einberufung einer Konferenz des Weltküstenforums unterstützen, kündigte Xi an.

Laut Chinas Weißbuch zur Erhaltung der biologischen Vielfalt unterstützt das Land im Rahmen der Süd-Süd-Zusammenarbeit mehr als 80 Entwicklungsländer bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt.

China hat die ökologische Zusammenarbeit auch zu einem wichtigen Bestandteil der Zusammenarbeit im Rahmen der Neuen Seidenstraße gemacht. Im Jahr 2021 rief China mit 31 Partnerländern die Initiative für eine grüne Entwicklungspartnerschaft „Belt and Road” (auf Deutsch „Neue Seidenstraße” genannt) ins Leben und forderte eine internationale Zusammenarbeit, um nach der Epidemie eine grüne und nachhaltige wirtschaftliche Erholung zu erreichen und ein kohlenstoffarmes, widerstandsfähiges und integratives Wirtschaftswachstum zu fördern.

Darüber hinaus hat China aktiv an internationalen Konferenzen und Aktivitäten teilgenommen, unter anderem am UN-Gipfel für biologische Vielfalt und am Klimagipfel der Staats- und Regierungschefs, und so der Erhaltung der biologischen Vielfalt und der nachhaltigen Entwicklung neue Impulse verliehen.

Diese Fälle sind ein Mikrokosmos für Chinas konkrete Schritte zur Förderung der globalen ökologischen Zusammenarbeit, die auf dem Gedanken einer gemeinsamen Zukunft für alles Leben auf der Erde beruht.

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