Viren als Eroberer

Längst hat der Mensch seine Grenzen gesprengt. Er verdrängt Arten und löscht viele aus, verändert Klima und Stoffkreisläufe. Die exzessive Ausbeutung natürlicher Ressourcen unter der Prämisse stetigen Wirtschaftswachstums und grösstmöglicher Ausbeute zeitigt inzwischen ebenso negative Folgen wie die permanente Habitatzerstörung. Der Markt beginnt die Lebensräume der Viren zu annektieren. Doch der Preis für die feindliche Übernahme ist hoch, und bisher zahlten ihn nicht jene, die sie angestossen haben, sondern jene, die sie auszuführen gezwungen sind. Das beginnt sich langsam zu ändern. Wie die Revolution ihre Kinder fressen kann, so frisst auch die neoliberale Wirtschaftsweise ihre Gewinner: Die Globalisierung ermöglicht, dass Krankheitserreger reisen.


von Marita Vollborn


Mit Besorgnis blicken Wissenschaftler auf diese Entwicklung, ist doch in den vergangenen 30 Jahren die Zahl der Infektionskrankheiten in unseren Breiten stetig gestiegen. Dazu gehören nicht nur altbekannte wie Tuberkulose oder Salmonellen-Erkrankungen, sondern auch neuartige Krankheitsbilder.[1] Als „erste globale Epidemie des 21. Jahrhunderts“ bezeichnete die damalige Chefin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Norwegerin Gro Harlem Brundtland, den Ausbruch der Lungenerkrankung SARS Ende 2002 in China und deren weltweite Verbreitung in den folgenden anderthalb Jahren. SARS, als „schweres respiratorisches Syndrom“ (engl.: Severe Acute Respiratory Syndrom) gehört wie SARS-CoV-2 zur Familie der Corona-Viren (=Coronaviridae), ist aber nicht mit diesem identisch. Zur besseren Unterscheidung der beiden Viren-Verwandten wird daher das damals identifizierte Virus SARS-CoV häufiger mit der Zahl „1“ versehen. SARS-CoV-1 infizierte damals rund 8.100 Menschen in 32 Ländern, hauptsächlich in China und Hong Kong, daneben in Singapur, Taiwan und Vietnam, aber auch in den USA und in Kanada. In der Schweiz wurden zwar Verdachtsfälle gemeldet, aber die Labortests fielen allesamt negativ aus. Während von den Erkrankten im höheren Lebensalter jeder zweite starb, lag die Sterberate für die unter 25-jährigen Erkrankten bei unter einem Prozent.


Ein dritter Verwandter aus der Gruppe der Coronaviren verursachte die im Jahr 2012 aufgetretene Lungenerkrankung MERS (=Middle East Respiratory Syndrom) – so bezeichnet, weil sie erstmals im mittleren Osten, auf der arabischen Halbinsel, nachgewiesen wurde. Auch dieses Coronavirus greift die Atemwege an, und auch bei MERS sind Ähnlichkeiten mit Covid 19 zu erkennen. So verläuft die Erkrankung bei gesunden Menschen in der Regel ohne erkennbare Symptome (=asymptomatisch) oder milde und grippeähnlich, oft mit Durchfällen. Schwere Verläufe betreffen vorwiegend Menschen mit chronischen Vorerkrankungen wie Herzkrankheiten, Diabetes, chronischen Nieren- oder Lungenleiden. Diese Patienten können dann Pneumonien entwickeln, die in ein akutes Atemnotsyndrom übergehen können.


Zwischen 60 und 70 Prozent aller Viren, Bakterien und Pilze, mit denen sich der Mensch infizieren kann, haben ihren Ursprung in Tieren. Infektionskrankheiten wie HIV, Ebola, Pest und Influenza stammen ursprünglich aus dem Tierreich. Auch solche, die über verunreinigte Lebensmittel in den menschlichen Organismus gelangen, gehören dazu: Bakterienspezies wie Campylobacter, Salmonella, Escherichia und Yersinia, aber auch Viren wie das Hepatitis-A-Virus und das Hepatitis-E-Virus. Entgegen der ursprünglichen Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1958 zählen auch solche Infektionskrankheiten zu den Zoonosen, die über Stechmücken oder Zecken, sogenannte belebte Vektoren, übertragen werden.


Zoonosen sind komplex, nur allmählich kommt die Wissenschaft der Interaktion zwischen Erreger und Wirt auf die Spur. Die Bedingungen insbesondere des Sprungs vom Tier auf den Menschen - den Spezieswechsel - zu verstehen und in die ihn beeinflussenden ökologischen Bedingungen einzuordnen, sprengt die Grenzen traditioneller Fachrichtungen. Human-, Tier- und Umweltmediziner müssen den Blick über den eigenen Tellerrand wagen und eng kooperieren, wollen sie die Verbreitungswege und Übertragungsmechanismen im ökologischen Kontext erfassen. Das ist umso wichtiger, als auch der Klimawandel exotischen Krankheitskeimen Tür und Tor öffnet. Auf Grund der steigenden Temperaturen und der milderen Winter in Mitteleuropa wandern beispielsweise zunehmend Stechmückenarten ein, die ursprünglich im subtropischen und mediterranen Raum beheimatet waren und Viren transportieren, die unter anderem das West-Nil-Fieber und das Rifttal-Fieber übertragen.[2] Weltweit wurden bislang etwa 200 Zoonosen mit unterschiedlicher Symptomatik und Sterblichkeit (=Letalität) beschrieben. Bei praktisch sämtlichen neuen Erregern der vergangenen Jahre handelt es sich um Zoonosen, so auch bei SARS, MERS und Covid 19.

Am Anfang der Covid-19-Pandemie stand eine Nachricht der chinesischen Behörden an das Landesbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Eine Lungenentzündung unbekannter Ursache sei in der Stadt Wuhan ausgebrochen. Dass es sich um ein bis dahin völlig unbekanntes Virus aus der Familie der Coronaviren handelte, entdeckte ein chinesisches Virologenteam um Xu Jianguo. Das neuentdeckte Coronavirus erhielt später die Bezeichnung SARS-CoV-2, die entsprechende Krankheit wurde Covid 19 genannte. Wie die Erreger von SARS und MERS hatte offensichtlich auch das Covid 19-Virus seinen Ursprung in Fledermäusen.


Zunächst nahmen die Forscher an, dass der in der Nähe von Wuhan gelegene Markt Huanan der Ausgangspunkt der Infektion gewesen sein könnte: ein sogenannter „wet market“, der „südchinesische Grosshandelsmarkt für Fische und Meeresfrüchte“, wo auch Wildtiere gehandelt werden. In der Vergangenheit hatte es hier immer wieder Beschwerden über illegale Reste-Entsorgung in den Grüngürtel rund um den Markt und unhygienische Zustände gegeben; die Verwaltung war jedoch nie tätig geworden. Erst nach dem Ausbruch der Seuche hatte Peking den Verkauf von Wildtieren zum Verzehr verboten; der Handel zu Forschungszwecken oder für die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) blieb erlaubt.[3] Die Untersuchungsergebnisse allerdings scheinen die These vom Ursprung Huanan-Markt zu widerlegen. Denn nur bei 27 der ersten 41 stationär behandelten Patienten konnte ein Marktbesuch belegt werden. Auch liess sich keine Verbindung des ersten diagnostizierten Covid 19-Patienten mit anderen Infizierten oder dem Markt nachweisen.


Dass Covid 19 ausbrach, weil Menschen mit Fledermäusen in Kontakt gekommen sein müssen, wird bis heute diskutiert. Immerhin finden Fledermäuse in China vielfache Verwendung. Ihr Kot wird als natürlicher Dünger für Gemüsebeete gehandelt, und Teile des Tiers sind seit zwei Jahrtausenden Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Im Netz viral ging auch eine Aufnahme einer asiatisch aussehenden Influencerin, die vor laufender Kamera eine Fledermaussuppe verzehrt. Nur: In China kommen Fledermäuse selten auf den Tisch, in Indonesien dagegen, wo die Speise sehr oft gegessen wird, trat der erste bestätigte Covid-19-Fall Anfang März 2020 auf – zwei Frauen wurden von einem infizierten Japaner angesteckt.[4]


Im Januar 2020 hatte das Fachblatt „The Lancet“ berichtet, dass SARS-CoV-2 genetisch zwei Virusstämmen, die in einer Fledermausart aus der Familie der Hufeisennasen (= Rhinolophidae) isoliert wurden, ähnelt. Die Übereinstimmung lag zwischen 88 und 96 Prozent, also sehr hoch. Entscheidend aber waren die Unterschiede. Insbesondere kann das Fledermaus-Virus nur schlecht an die Rezeptoren menschlicher Zellen andocken – damit wird ihm der Zugang zur Zelle praktisch verwehrt. Viel spricht deshalb für die These, dass es einen Zwischenwirt gegeben haben muss. Den Schuldigen schien man rasch gefunden zu haben: das Schuppentier. Obwohl alle acht Arten des Schuppentiers stark gefährdet sind und der Handel seit 2017 verboten ist, werden die Tiere nach wie vor weltweit gehandelt – auch in China, und auch auf dem „wet market“ in Huanan. Schuppentiere sind begehrt, denn laut Traditioneller Chinesischer Medizin sollen sie viele Hautkrankheiten heilen, Menstruations- und Kopfschmerzen lindern. Das hat das Schuppentier nicht nur zum meistgejagten Tier der Erde gemacht, sondern auch an den Rand des Aussterbens gedrängt. Immerhin: Im Juni strichen die chinesischen Behörden das Tier schliesslich auch von der Liste der Traditionellen Chinesischen Medizin.[5]


Die Gen-Analyse führte allerdings zur Ernüchterung. Ähnlich wie bei Fledermäusen war die genetische Übereinstimmung der Schuppentier-Coronaviren mit dem humanpathogenen SARS-CoV-2 zwar hoch, doch lässt sich daraus kein Beweis ableiten: In anderen Bereichen des Virengenoms vom Schuppentier sind die Unterschiede zu gross.[6][7] Letztlich wollen die Forscher aber weder die Fledermaus noch das Schuppentier ausschliessen, weil sie die Anzahl der Untersuchungen für nicht ausreichend halten. Sie warnen aber eindringlich davor, dem Schuppentier aus vagen Verdachtsgründen noch mehr nachzustellen. Das würde den Todesstoss für die Art bedeuten – ohne Beweise für seine Rolle als fehlendes Bindeglied.


Gerüchte um die Herkunft von SARS-CoV-2


Von Beginn an kursierten wilde Spekulationen zum Ursprung des SARS-CoV-2-Virus. Schon im März 2020 sorgte der israelische Geheimdienstmitarbeiter Danny Shoham mit seiner Behauptung, es handelte sich um ein absichtlich freigesetztes Virus, das im Rahmen eines Biowaffenprogramms künstlich erschaffen worden wäre, für Aufsehen.[8] Genährt wurde diese Hypothese von der Tatsache, dass es in Wuhan ein Hochsicherheitslabor gibt, das an und mit Viren forscht: das Wuhan Institute of Virology (WIV). Dass China zwischen 2004 und 2007 bereits mehrfach von Epidemien heimgesucht wurde, stützte Shohams Hypothese zusätzlich. Denn alle drei Arten (MERS, SARS und SARS-CoV-2) gehören derselben Familie, nämlich den Coronaviren (= Coronaviridae) an (Kapitel 5, 14). 2015 wurde das WIV in Kooperation mit Frankreich und den USA zu einem Labor höchster Sicherheitsstufe BSL 4 ausgebaut – es ist das einzige BSL 4-Labor in China und eines von maximal 30 weltweit. Das WIV unterhält zahlreiche internationale Beziehungen, darunter seit 2013 zum Galveston Labor der University of Texas. Den Angaben des Galveston Labors zufolge seien die chinesischen Forscher bis 2016 in punkto Sicherheit ausgebildet worden; das Geld hierfür habe das Pentagon zur Verfügung gestellt. Einige chinesische Forscher mit hoher internationaler Reputation hatten eine Ausbildung in Paris, Lyon oder Montpellier genossen, darunter Shi Zhengli, die gentechnische Experimente mit Fledermausviren durchführt, um zu eruieren, wie diese den Menschen infizieren können. Shi Zhengli wird von der Non-Profit-Organisation „Eco Health Alliance“ unterstützt, welche wiederum im August 2020 rund 1,5 Millionen US-Dollar von der Bill & Melinda Gates Stiftung (BMGF) erhalten hatte.[9]


Dass Einrichtungen in Ländern, die offiziell den Stempel „Feindstaat“ tragen, mit Geld aus dem Westen unterstützt werden, ist nichts Neues. Auch dass ihnen Übles unterstellt wird, gehört inzwischen zum gewohnten Umgangston und wird durch immer neue Äusserungen bekräftigt. Zum Beispiel jene aus dem September 2020, als die in die USA emigrierte chinesische Forscherin Li-Meng Yan ihre Arbeiten auf einem Server für Reprints veröffentlicht hatte. Diese sollten belegen, dass es sich bei SARS-CoV-2 um künstlich hergestellte Viren handelt. In einem Interview mit dem US-Sender „Fox News“ erweiterte sie später ihre Anschuldigungen darauf, dass die Freisetzung absichtlich vorgenommen worden wäre. Yans Dokumente veranlassten zahlreiche Forscher aus aller Welt, Stellung zu nehmen. Unisono bemängelten sie die wissenschaftliche Qualität der Arbeiten. Auch dass Yans Arbeitgeber nicht etwa ein renommiertes Forschungsinstitut war, wurde kritisiert. Yan war im Auftrag zweier Organisationen tätig geworden, die schon zuvor eine beabsichtigte Kontamination unterstellt hatten: die „Rule of Law Society“ und die „Rule of Law Foundation“. Frühere Forschungskollegen distanzierten sich daraufhin von Yan. Professor Frank Hufert, Virologe an der Medizinischen Hochschule Brandenburg, kommentierte Yans Aussagen so: „Ich sehe keinen Grund, warum man einen Ausbruch im eigenen Land starten und damit Menschen und Wirtschaft gefährden sollte.“ Schliesslich gebe es auch in China kein Medikament und keinen Impfstoff gegen Covid 19.[10][11]


Eine zweite Hypothese, die vor allem vom US-amerikanischen Präsident Donald Trump befeuert wird, unterstellt, dass SARS-CoV-2 versehentlich aus dem Labor in Wuhan entweichen konnte. China wolle den Unfall vertuschen, so wird unterstellt. Auch hier gehen die Anhänger von einem künstlich geschaffenen Virus aus. In einer Kolumne berichtete die „Washington Post“ im April 2020, dass zwei Jahre vor Ausbruch der Corona-Pandemie Beamte der US-Botschaft das Labor in Wuhan mehrfach besucht und dort mangelnde Sicherheitsvorkehrungen moniert hätten. Im Januar 2018 wiederum hätten die USA wiederholt Wissenschaftsdiplomaten an das WIV entsandt. Jamison Fouss, Generalkonsul in Wuhan, und Rick Swizer, Botschaftsberater für Umwelt, Wissenschaft, Technologie und Gesundheit, seien derart beunruhigt gewesen, dass sie die US-Regierung umgehend über Sicherheits- und Managementprobleme des WIV unterrichtet hätten: In einem der Dokument sei sogar darauf hingewiesen worden, dass die Arbeit des Labors an Fledermaus-Coronaviren ein potenzielles Risiko für den Ausbruch einer SARS-ähnlichen Pandemie darstellen könnte. [12] Anfang 2020 hatte der Pekinger Aussenamtssprecher Zhao Lijan die Spekulationen über Freisetzung des Virus aus dem WIV zurückgewiesen.[13]


Während nach wie vor unklar ist, wo der Ursprung des Virus zu finden ist, herrscht unter Forschern in einem Punkt Klarheit: Bei SARS-CoV-2 handelt es sich nicht um ein künstlich hergestelltes Virus. Wäre nämlich das Virus in einem Labor entstanden, müsste sich das in seiner Erbsubstanz widerspiegeln. Das tut es aber nicht. Wissenschaftliche Belege hierfür gibt es viele; sie finden sich in Veröffentlichungen von Fachblättern, so unter anderem in „Nature Medicine“, „The Lancet“ und „Science“.[14]




Quellen:


[1] Robert Koch-Institut, RKI, Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 18 https://www.rki.de/EN/Content/Health_Monitoring/Health_Reporting/GBEDownloadsT/infektionskrankheiten.pdf?__blob=publicationFile [2] Ärzteblatt https://www.aerzteblatt.de/archiv/194109 [3] Frankfurter Allgemeine https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/coronavirus-china-streicht-schuppentiere-von-liste-der-traditionellen-medizin-16811315.html [4] Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Indonesien [5] Frankfurter Allgemeine https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/coronavirus-china-streicht-schuppentiere-von-liste-der-traditionellen-medizin-16811315.html [6] Stefan Prost, Loewe-Zentrum für translationale Biodiversitätsgenomik am Senckenberg Museum Frankfurt/Main gegenüber science.ORF.at https://science.orf.at/stories/3200467/ [7] Science alert https://www.sciencealert.com/genome-analysis-of-the-coronavirus-suggests-two-viruses-may-have-combined [8] Outlookindia https://www.outlookindia.com/newsscroll/coronavirus-may-have-origins-in-chinas-biological-warfarelab-in-wuhan/1717828 [9] Bill & Melinda Gates Foundation https://www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database/Grants/2020/08/INV-002838 [10] ZDF heute https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-wuhan-labor-studie-yan-bannon-100.html [11] Forschung & Lehre https://www.forschung-und-lehre.de/forschung/forscher-kritisieren-these-zu-corona-ursprung-3130/ [12] Washington Post https://www.washingtonpost.com/opinions/2020/04/14/state-department-cables-warned-safety-issues-wuhan-lab-studying-bat-coronaviruses/ [13] Der Standard https://www.derstandard.de/story/2000116918130/alte-und-neue-spekulationen-zum-ursprung-von-sars-cov-2 [14] Beispiele für Originalveröffentlichungen siehe Quellenverzeichnis Nature Medicine https://www.nature.com/articles/s41591-020-0820-9 The Lancet https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(20)30641-1/fulltext Science https://science.sciencemag.org/content/369/6499/45.18.full

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