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VCI-Bericht: Chemische Industrie in Deutschland legt erste Anlagen still

Die Sanktionspolitik der Ampelkoalition in Berlin fährt die chemische Industrie in Deutschland gegen die Wand. Das geht aus dem aktuellen VCI Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Branche im 3. Quartal 2022 hervor. Die Aussagen des Berichts sind mehr als alarmierend, So heißt es in dem MITTELSTAND-BRICS vorliegenden Papier:


Foto: Robin Sommer/Unsplash

“Produktionsdrosselung – erste Anlagen stehen still In der Chemiebranche machten sich die Auswirkungen der Energiekrise unmittelbar bemerkbar. Besonders energieintensive Anlagen stehen bereits still. Hohe Vorproduktpreise, die Probleme in den Lieferketten und eine sich abschwächende Nachfrage der industriellen Kunden führte in fast allen Sparten zu Produktionsdrosselungen. Im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten ging die Produktion der Branche saisonbereinigt um 4,2 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Minus von 10,3 Prozent. Die Kapazitätsauslastung der Branche lag zuletzt bei 79,3 Prozent und damit deutlich unterhalb der Normalauslastung”.

Dazu der VCI:

“Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist auch im dritten Quartal stark mit den Auswirkungen der Energiekrise konfrontiert. Die Lage hat sich in den Sommermonaten noch einmal verschlechtert. Die Produktion in Deutschlands drittgrößter Industriebranche wurde deutlich gedrosselt. Hiervon waren nahezu alle Sparten betroffen. Einzelne Anlagen stehen still. Die Kapazitätsauslastung der Branche sank unter Normalniveau. Gleichzeitig fiel es den Unternehmen immer schwerer, die kräftig gestiegenen Energiekosten in der Wertschöpfungskette weiterzugeben. Die Umsätze der Branche sanken erstmals seit zwei Jahren wieder. Insbesondere der Inlandsumsatz gab kräftig nach. Eine sich abschwächende Weltwirtschaft und die schwache Industriekonjunktur in Deutschland führten zu einem Nachfragerückgang”.

VCI-Präsident Markus Steilemann sagte zur konjunkturellen Lage der Branche: „Der Chemiebranche stehen weitere dunkle Monate bevor. Viele Unternehmen befinden sich mit ihrer Produktion in Deutschland bereits heute in einer äußerst dramatischen Lage, vor allem wegen der massiv gestiegenen Energiekosten. Besonders der Mittelstand hat erhebliche Probleme, bei auslaufenden Lieferverträgen für Strom oder Gas Anschluss- oder Neuverträge abzuschließen. Bei Wintereinbruch und sinkenden Gasspeicherständen wird sich die Situation weiter verschärfen. Deshalb brauchen wir jetzt schnell und unbürokratisch breit wirkende Energiepreisbremsen, damit die Lage sich nicht noch weiter zuspitzt.“

Prognose

Der VCI geht angesichts der anhaltend schwierigen Lage für die Branche für das Gesamtjahr 2022 weiterhin von einem Rückgang der Produktion von 5,5 Prozent aus. Für die Chemieproduktion (ohne Pharma) wird ein Minus von 8,5 Prozent erwartet.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) vertritt die Interessen von rund 1.900 Unternehmen aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie und chemienaher Wirtschaftszweige gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2021 setzten die Mitgliedsunternehmen des VCI rund 220 Milliarden Euro um und beschäftigten über 530.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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