The Lancet Psychiatry: CBD wirkt als Therapeutikum gegen Cannabis-Sucht

Eine verschreibungspflichtige Medikation des Cannabisextrakts Cannabidiol (CBD) ist für den täglichen Gebrauch bei der Behandlung von Cannabiskonsumstörungen sicher und könnte Menschen dabei helfen, den Cannabiskonsum zu reduzieren. Dies geht aus einer ersten randomisierten kontrollierten Studie hervor, die in der Zeitschrift The Lancet Psychiatry veröffentlicht wurde.


Die Studie ist die erste ihrer Art die berichtet, dass ein täglicher, ärztlich verordneter CBD-Konsum zu einer Verringerung des Cannabiskonsums bei Menschen mit einer Cannabiskonsumstörung führen kann. Die vierwöchige Studie war jedoch nicht darauf ausgelegt, robuste Schätzungen über das Ausmaß oder die Dauer der Wirksamkeit zu liefern, und weitere Studien sind erforderlich.


Die Forscher fanden eine optimale Tagesdosis zwischen 400 mg und 800 mg CBD heraus, was deutlich höher ist als die Konzentrationen, die in rezeptfrei erhältlichen CBD-Produkten gefunden werden (die typischerweise etwa 25 mg CBD enthalten). Sie warnen, dass solche Produkte nicht zu medizinischen Zwecken verwendet werden sollten.


Dr. Tom Freeman, der Hauptautor der Studie und Direktor der Addiction and Mental Health Group an der University of Bath, Großbritannien, sagte: "Unsere Studie liefert den ersten kausalen Beweis für die Unterstützung von Cannabidiol, oder CBD, als Behandlung für Cannabiskonsumstörungen. Dies ist ermutigend, da es derzeit keine medikamentöse Behandlung für Cannabisabhängigkeit gibt. CBD-Produkte sind in vielen Ländern weithin erhältlich, aber wir würden den Menschen nicht raten, sich mit diesen Produkten selbst zu behandeln. Menschen, die Bedenken bezüglich ihres Cannabiskonsums haben, sollten in erster Linie immer mit einer medizinischen Fachkraft sprechen."