Terrorgefahr: BLUE SKY M - Straff organisiert in die EU

LifeGen.de 18.8.2016 In Deutschland wird alles versucht, das immer gleiche Bild zu vermitteln: Schlepperbanden, bestehend aus wenigen führenden Köpfen, dirigieren in Nacht-und-Nebel-Aktionen grüppchenweise Menschen über die Grenzen. Dabei ist die Reise ins gelobte Deutsch-Land nicht nur straff organisiert, sondern liegt in den Händen ubiquitär agierender mafiotischer Akteure, deren Drahtzieher und Profiteure in den höchsten Geheimdienst- und Regierungskreisen der jeweiligen Länder zu finden sind und die schon vor der Flüchtlingskrise zu den wohlhabenden Geschäftsleuten mit Verbindungen zu den arabischen Staaten zählten. Gerade im Osten Europas, wo sich dank des Zusammenbruchs von Warschauer Pakt und Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) ehemalige Führer des Ost-Systems mit Hilfe des Westens zu millionenschweren Oligarchen mausern konnten, bietet die Flüchtlingskrise ein überaus willkommenes Zusatzgeschäft. Mit dem „Handelsgut Mensch“ lassen sich binnen kürzester Zeit Gewinne generieren, die das Drogengeschäft noch übertreffen – und dank Merkelscher No-limit-Politik nicht nur ununterbrochen sprudeln, sondern auch noch völlig unbehelligt ablaufen können. Beispiele dafür, wie sie für deutsche Medien offensichtlich keinen Nachrichtenwert darstellen, finden sich zuhauf in den wenigen (noch) kritisch berichtenden Zeitungen und TV-Sendern Osteuropas. Sie alle aufzuführen, lohnte ein weiteres Buch allein zu diesem Thema. Hier sei daher nur eines exemplarisch herausgegriffen: das des Frachters „Blue Sky M“. von Marita Vollborn



In der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember 2014 herrschte Aufregung bei der griechischen und italienischen Küstenwache. Irgendwo in der Nähe der Insel Korfu im Mittelmeer waren offensichtlich über Smartphones Notrufe abgesetzt worden; es seien sogar Schüsse gefallen, hieß es. Es herrschte starker Seegang, der Wind peitschte die Wellen meterhoch, die Beamten rechneten mit dem Schlimmsten. Trotz des schlechten Wetters entschieden sie, mit einem Helikopter nach dem Schiff zu suchen. Kurze Zeit später entdeckten sie tatsächlich einen alten Frachter, der führerlos im Meer taumelte. Sie setzten mehrere Funksprüche ab, erhielten aber keine Antwort. Schließlich entschieden sie, an Bord zu gehen. Zunächst trafen sie keine Menschenseele an – bis sie in den Rumpf des Frachters stiegen. Dort hockten zusammengepfercht 768 Menschen, darunter 60 Kinder. Eine der Frauen hatte während der Überfahrt ein Kind zur Welt gebracht. Von der Mannschaft fehlte zunächst jede Spur, da sie sich unter die Flüchtlinge gemischt hatte, um unerkannt zu bleiben.


Wie die Ermittlungen später ergaben, hatte das Schiff mehrfach seinen Besitzer gewechselt, zumeist waren Syrer die Käufer. Zum Zeitpunkt des letzten Verkaufs wenige Wochen vor seiner Entdeckung lag das Schiff im bulgarischen Varna vor Anker, fuhr dann über die Dardanellen-Straße Richtung Türkei und steuerte das in der Türkei liegende Mersin an. Am Strand von Mersin fand schließlich die „Übergabe“ statt: Zahlreiche kleine Boote nahmen Migranten auf und brachten sie zum wenige Kilometer vor Anker liegenden „Blue Sky M“. Am 20. Dezember 2014 legte das Schiff wegen eines Motorschadens im türkischen Tasucu an, acht Tage später nahm es, mitsamt der menschlichen Fracht an Bord, Kurs auf Griechenland, danach auf Italien. Zwei Tage später enterte die italienische Küstenwache die „Blue Sky M“ und steuerte den Hafen von Gallipoli an.