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Studie erklärt Verhalten der Klimawandel-Leugner

Eine neue Studie, die von Forschern der Universität Bonn durchgeführt wurde, stellt die vorherrschende Annahme in Frage, dass Menschen den Klimawandel leugnen, um ihr umweltschädliches Verhalten zu rechtfertigen.

Die Studie umfasste ein Online-Experiment mit 4.000 Erwachsenen in den USA. Die Forscher fanden keine Beweise für die Annahme, dass die Leugnung des Klimawandels eine Form der Selbsttäuschung ist, die darauf abzielt, persönliche Schuldgefühle zu vermeiden, weil man zur globalen Erwärmung beiträgt.


Das Phänomen der Leugnung des Klimawandels ist nicht unbedeutend, da eine beträchtliche Anzahl von Personen die Auswirkungen des Klimawandels herunterspielt oder seine vom Menschen verursachten Ursachen ganz leugnet.


Nach Ansicht der Autoren sind menschliche Aktivitäten für die jüngste Erwärmung der Erde verantwortlich.


Trotz des nahezu einhelligen wissenschaftlichen Konsenses in dieser Frage leugnet ein erheblicher Teil der Bevölkerung den Beitrag des Menschen zum Klimawandel oder spielt ihn herunter.


"In einer Pew-Studie aus dem Jahr 2019 gaben 30 % der Erwachsenen in den USA an, dass der Mensch nur eine teilweise Rolle spielt, und 20 % sagten, dass er keine oder nur eine geringe Rolle beim Klimawandel spielt", hieß es.


Der Bericht "Climate Change in the American Mind" aus dem Jahr 2022 kommt zu ähnlichen Ergebnissen: Ein Drittel der Befragten gab an, dass der Klimawandel auf natürliche Veränderungen zurückzuführen ist und nicht hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht wird.


Wie lässt sich diese Diskrepanz erklären?


Eine gängige Hypothese besagt, dass die Leugnung des Klimawandels auf eine Form der Selbsttäuschung zurückzuführen ist, bei der Menschen ihr Verhalten rationalisieren, um kognitive Dissonanzen zu vermeiden.


Professor Florian Zimmermann, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Bonn, erläuterte diesen Denkprozess, der es dem Einzelnen ermöglicht, ein positives Selbstbild aufrechtzuerhalten und gleichzeitig schädliche Verhaltensweisen fortzusetzen.


"Wir nennen diesen Denkprozess 'motiviertes Denken'", sagt Professor Florian Zimmermann, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Bonn und Forschungsdirektor am IZA.

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