Seltene Erden: Tantal aus dem Harzer Silicon Valley

LifeGen.de, 30.9.2017 .Wer den Harz nur aus seiner jüngsten Vergangenheit kennt, wird sich kaum vorstellen können, wovon Daniel Goldman, Professor am Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik (IFAD) in Clausthal, träumt: Gemeinsam mit anderen Forschungseinrichtungen und regionalen Unternehmen will er die Region zum „Silicon Valley des Recyclings“ entwickeln. Die Chancen stehen gut, wie auf dem Symposium „Chancen für den Harz“, zu dem sich am 28. September rund 100 Fachleute und Interessierte im Goslaer Weltkulturerbe Rammelsberg trafen, deutlich wurde.


von Marita Vollborn



Die Idee ist dem Mangel geschuldet, denn der Fortschritt gerade in den Bereichen der Hightech- und Energiespartechnologien giert nach Rohstoffen. Beispielsweise enthält allein ein Handy ca. 60 verschiedene Rohstoffe. Neben den größeren Mengen an Quarz, Eisen und Aluminium entfallen kleine, aber entscheidende Mengen auf Edelmetalle wie Gold und Silber sowie Rohstoffe wie Tantal, Kobalt, Palladium, Germanium, Indium und Niob. Mit Yttrium und Europium stecken auch zwei der insgesamt 17 Seltenen Erden in einem Handy – und den Markt für Seltene Erden beherrscht China. Von den pro Jahr rund 135.000 Tonnen Seltener Erden fördert allein China etwa 130.000 Tonnen. Diese Monopolstellung erlaubt es dem Land, über die Produktionsmengen die Höhe der Exporte und der Preise zu bestimmen. „Wenn China uns keine Rohstoffe mehr verkauft, müssen wir eben sehen, dass wir aus den Produkten Rohstoffe gewinnen“, sagte Goldman in seiner Einführungsrede zum Symposium.


Der Aufbau der „Recyclingregion Harz“ ist eine Antwort auf die Verknappung der Ressourcen und soll Teil der anstehenden Wertstoffwende sein, eine Wende, die nach Meinung der Akteure in Wirkung und Umfang eine ähnliche Tragw