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Rückblick 93: Staat-Industrie-Beziehungen und Politikkoordination im Pharmasektor

Der Fachartikel in PVS Politische Vierteljahresschrift ist 31 Jahre alt – und gerade deswegen auch 2024 sehr lesenswert. Aus dem Abstract:

Der Netzwerkansatz ist in der vergleichenden Politikwissenschaft bisher schwerpunktmäßig zur Analyse einzelner Politikfelder angewendet worden. Die vorliegende Untersuchung der Beziehungen von Staat und Pharmaindustrie vergleicht dagegen nicht nur die Interventionsnetzwerke bei der Sicherheitskontrolle von Arzneimitteln und der Kostendämpfung im Gesundheitswesen in drei westeuropäischen Staaten (BRD, Großbritannien, Frankreich), sondern auch die Netzwerke der Koordination von Regulierung und Förderung dieser Branche. Dabei treten die Unterschiede zwischen den Untersuchungsländern bei den Koordinationsnetzwerken stärker hervor als bei den Interventionsnetzwerken. Nur in Frankreich liegt der Schwerpunkt auf der Koordination auf Verwaltungsebene. In Großbritannien wird diese Form der Abstimmung ergänzt durch die Koordination unter Einbindung organisierter Interessen, in der BRD ist eine Arbeitsteilung zwischen verschiedenen Koordinationsebenen zu beobachten. Diese Unterschiede können zurückgeführt werden auf nationale Besonderheiten bei der Organisation von Staat und Gesellschaft.

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