Pharmaindustrie setzt auf CBD-Derivate

Pharmaunternehmen haben das Potenzial von CBD erkannt - und arbeiten daran, CBD-ähnliche Moleküle zu erschaffen, die zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden können. Das berichtete die Chemical & Engineering News, das wöchentliche Nachrichtenmagazin der American Chemical Society (ACS).


Von Hautpflegeprodukten bis hin zu Snacks ist CBD in einer Vielzahl von Produkten zu finden. Obwohl viele Verbraucher die Vorteile von CBD anpreisen, argumentieren Wissenschaftler, dass diese Behauptungen unbegründet seien.


Tatsächlich war bis Januar 2021 in den USA nur ein einziges CBD-basiertes Medikament, das bei der Kontrolle von Krampfanfällen bei Kindern hilft, von der US Food and Drug Administration (FDA) zugelassen, betont Senior Editor Britt E. Erickson.


Während die Mechanismen von CBD nicht vollständig verstanden seien, würden Forscher jetzt untersuchen, wie Cannabinoid-Rezeptoren mit der Substanz interagieren. Vor allem die Rezeptoren CB1 und CB2 sind interessant.


Denn CBD selbst bindet nicht an CB1- und CB2-Rezeptoren, sondern veranlasst stattdessen körpereigene Endocannabinoid-Verbindungen genau das zu tun. Dieser Mechanismus führte pharmazeutische Forscher zu einem neuen Ansatz auf dem Weg zu CBD-basierten Behandlungen.


Der CB2-Rezeptor ist für Arzneimittelentwickler dabei von besonderem Interesse, da er mit entzündungshemmenden Wirkungen in Verbindung gebracht wird. Durch die direkte Aktivierung dieses Rezeptors mit einem potenten CBD-Derivat können Forscher die Behandlung von chronischen Entzündungskrankheiten wie Lupus, Mukoviszidose und Multipler Sklerose ins Visier nehmen. Darüber hinaus arbeiten Unternehmen daran, die Wasserlöslichkeit von CBD zu verbessern, so dass es bei oraler Einnahme besser vom Körper aufgenommen werden kann.


Auf diese Weise erhoffen sich die Wissenschaftler, Medikamente zu entwickeln, die bis zu 50-mal stärker sind als CBD, was bei Nervenschäden, neurodegenerativen Erkrankungen und sogar Opiatmissbrauch helfen könnte. Die meisten dieser potenziellen Medikamente befinden sich noch in einem frühen Stadium der E