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Pessimismus obsiegt: Mehrheit der Beschäftigten sieht kaum Perspektiven im Job

Ein Großteil der abhängig Beschäftigten in Deutschland sieht im Beruf nur wenig Perspektiven. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts Civey im Auftrag des Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn). Sie zeigen, "dass Arbeit hauptsächlich als Existenzsicherung empfunden wird und die Mehrheit der Beschäftigten sich einen frühen Renteneintritt wünscht. Und das, obwohl fast die Hälfte der Erwerbstätigen mit einer schlechten Absicherung im Ruhestand rechnet". Die Ergebnisse der Studie bewerten Niels Reith vom Vorstand des Demographie Netzwerks ddn sowie Prof. Dr. Ulrike Fasbender von der Universität Hohenheim, die die Studie fachlich begleitet hat.



Perspektiven im Beruf


Im Mittelpunkt der Umfrage standen die Perspektiven der Arbeitswelt. Die Teilnehmenden wurden gefragt, inwieweit sie der Aussage zustimmten, "In meiner beruflichen Zukunft erwarten mich noch viele Möglichkeiten". Dabei zeigt sich, dass 49,5 % der Befragten dieser Aussage nicht zustimmen konnten. Insbesondere bei den älteren Jahrgängen jenseits des 50. Lebensjahrs schwinden die Perspektiven. 62,1 % in der Gruppe 50 bis 64 Jahre und 63,5 % in der Gruppe über 65 Jahre, die noch erwerbstätig ist, sehen wenige Möglichkeiten für sich. Erschreckend hoch erscheint dieser Wert auch in der jungen Altersgruppe von 18 bis 29 Jahre. 34,4 % und damit mehr als ein Drittel der jungen Menschen im Berufseinstieg sehen für sich nicht viele Möglichkeiten, obwohl der Großteil des Arbeitslebens noch vor ihnen liegt. Und selbst bei den in Ausbildung befindlichen jungen Menschen rechnen bereits 20,5 % nur mit wenigen Möglichkeiten in ihrem Berufsleben. Neben den Altersunterschieden bei dieser Frage lassen sich auch substantielle Geschlechts- und soziale Unterschiede feststellen. Frauen erwarten mit 58,2 % gegenüber 41,1 % der Männer nicht mehr viele Möglichkeiten für sich, und fast zwei Drittel der Arbeiter (65,1%) teilen den Pessimismus.



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