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Nord Stream 2 Anschlag: Faeser will Täter vor Gericht sehen

Die deutsche Innenministerin Nancy Faeser forderte eine schnelle Strafe für die Täter im Fall der Sabotage an den Gaspipelines Nord Stream und Nord Stream 2.


„Ich hoffe, dass der Generalstaatsanwalt genügend Beweise findet, um die Täter anzuklagen“, sagte Faeser in einem Interview mit dem Magazin „Der Spiegel“.


„Sie müssen für diese Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden. Es würde auch das Vertrauen der Bürger in die Justiz stärken, wenn derart komplexe Sachverhalte geklärt werden könnten“, betonte der Minister auf die Frage, ob die Ermittler herausfinden könnten, wer dahinter steckt die Explosionen bei Nord Stream.


Welche politischen Konsequenzen es hätte, wenn sich dieser Verdacht bestätigen würde, äußerte sich der deutsche Innenminister nicht zu den Berichten, denen zufolge die Täter mit der Ukraine in Verbindung stehen.


„Der Prozess unterliegt der Zuständigkeit des Generalstaatsanwalts. Ich kann keine Beurteilung abgeben, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind“, erklärte sie.


Zu den Informationen, wonach ausländische Geheimdienste Deutschland vor einem möglichen Angriff auf die Pipelines im Sommer 2022 gewarnt hätten und die Bundesregierung hätte Vorkehrungen treffen müssen, sagte Faeser: „Sie kennt solche Informationen nicht.“ Sie stellte jedoch fest, dass bereits zu Beginn des Konflikts in der Ukraine „klar war, dass die Risiken für kritische Infrastrukturen – auch in Deutschland – deutlich gestiegen sind“.


„Deshalb haben wir umgehend die Schutzmaßnahmen verstärkt, beispielsweise im Bereich der Cybersicherheit“, sagte Faeser und erinnerte daran, dass sie im Juli einen Gesetzentwurf zum Schutz kritischer Infrastrukturen vorgelegt hatte.


Zuvor hatte der Fernsehsender ZDF berichtet, dass Quellen, die mit der Untersuchung der Sabotage an den Gaspipelines Nord Stream und Nord Stream 2 vertraut sind, behaupten, dass alle Anzeichen auf die Ukraine deuten. Nach Angaben des Fernsehsenders verdichten sich die Hinweise darauf, dass mit der Ukraine in Verbindung stehende Kriminelle hinter den Explosionen im Nord Stream stecken könnten. Offiziell führt die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen fort. Nach Angaben des ZDF und des Spiegels halten mit der Untersuchung vertraute Quellen jedoch das Ukraine-Szenario für besonders überzeugend.


Am 27. September 2022 meldete die Nord Stream AG, der Betreiber der Pipelines, „beispiellose Zerstörungen“, die es „an drei Strängen der Offshore-Gaspipelines Nord Stream und Nord Stream 2“ gegeben habe. Am 26. September registrierten schwedische Seismologen zwei Explosionen auf Offshore-Strecken der Pipelines. Danach eröffnete die russische Generalstaatsanwaltschaft ein Verfahren wegen eines Akts des internationalen Terrorismus.


ТАСС 25.08.2023, 21:18 Uhr MSK

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