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Masern kehren nach Sachsen-Anhalt zurück

Nach Jahren ohne Infektionen sind die Masern in Sachsen-Anhalt wieder auf dem Vormarsch. Im vergangenen Jahr meldeten die Behörden im Land 19 Infizierte, wie das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Montag-Ausgabe) mitteilte. Zwar ist die Zahl der Fälle relativ gering, zuvor galt Sachsen-Anhalt über drei Jahre jedoch als masernfrei. Kinderärzte zeigten sich angesichts der Rückkehr des hochansteckenden Virus alarmiert. Die Krankheit sei „kreuzgefährlich“, sagte Gunther Gosch, Vorstand der Landesärztekammer, der MZ. Er sieht vor allem Impflücken als Grund. „Es ist wichtig, dass die Impfraten nicht weiter sinken“, so der Kinderarzt.

Masern sind eine Infektionskrankheit, die neben den typischen roten Hautflecken meist Fieber und Schwäche hervorruft. Gerade bei kleineren Kindern sowie Menschen über 20 besteht zudem die Gefahr von Langzeitfolgen – etwa einer über Jahre anhaltenden Immunschwäche oder einer Gehirnentzündung. In Sachsen-Anhalt traten Masern laut LAV zuletzt unter „überwiegend ungeimpften oder unzureichend geimpften Kindern und jungen Erwachsenen“ auf.

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