Kreiswohnbau Osterode schlägt wieder zu

Aktualisiert: 9. März

(Kommentar) Wer die geballte Unkenntnis von Landschafts"pflegern" und "Gärtnern" vor Augen geführt haben will, der mache sich auf und spaziere durch Osterode am Harz. Hier trifft man allerorten auf Verstümmelungen von Bäumen und Sträuchern, die schlimmer kaum sein können.



Hier ein neues Beispiel: Der nach der Abholzungsaktion der vergangenen Jahre letzte Laubbaum zwischen den Blocks des Kreiswohnbaus in Dreilinden - eine Platane - wurde von den Schnittern mit einer Radikalkur bedacht und all seiner feinen Äste beraubt. Nun steht der vordem gesunde, schöne Baum als Schandfleck und Erinnerungsstück an die Sägewut der Öffentlichen am Rand der Wiese und wird im Frühjahr um jeden neuen Zweig kämpfen müssen. Denn was dem Baum weggeschnitten wurde, war sein Tool zum Überleben.


Jeder Baum, jeder Strauch ist ein kleines Wunderwerk und ein klug austariertes Gefüges an Trieben und Blättern - nichts ist zu viel, nichts zu wenig. Oberirdisches und Unterirdisches ist eng verzahnt und bedingt einander. Werden wie hier zwei Drittel der Krone weggeschnitten, kommt dieses Gleichgewicht aus dem Takt. Verzweifelt wird der Baum versuchen, den Verlust auszugleichen. Zu einem hohen Preis, denn er wird an den Schnittstellen zuhauf besenartige Auswüchse bilden, die die Wunden wie angepinnt umsäumen. Nie werden sie die Festigkeit jener Äste erreichen, die abgesäbelt wurden. Wie dieser Überlebenskampf endet, kann man gut an den Bäumen sehen, die wir exemplarisch abbilden (Feldweg Kohlstruck). Deren Kappung ist einige Jahre her; es haben sich schwerwiegende Nekrosen gebildet, und die Bäume sind am Verhungern.





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