Kinder-Hustensaft birgt Lebensgefahr

Mittel gegen Erkältungen und Übelkeit kommen häufig sorglos zum Einsatz. Doch manche rezeptfreien Medikamente bergen besonders für Kleinkinder große Risiken. Kinderärzte fürchten Vergiftungen - und fordern eine Rezeptflicht für beliebte Hustenstiller.


von Marita Vollborn und Vlad Georgescu


Gegen die Übelkeit ihrer zweijährigen Tochter Alexandra* kannte die Mutter ein rezeptfreies Medikament. Sie verabreichte ihr das erste Zäpfchen am frühen Morgen, abends wiederholte der Vater die Prozedur. Innerhalb weniger Stunden war Alexandra tot.


Der Wirkstoff, den Alexandra bekam, ist ein H1-Antihistaminikum der ersten Generation (AH1G). Ursprünglich gegen allergische Beschwerden entwickelt, werden die Mittel heute vor allem wegen ihrer hustenstillenden und ermüdenden Wirkung eingesetzt. Allerdings bremsen die Substanzen bei Kleinkindern auch die Atmung.


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