Impfschäden: Wie Merkel die Steuerzahler foppte - und Big Pharma bereicherte

Es klingt wie eine Sensation: "Ein Impfschaden nach der Grippe-Impfung mit dem Wirkstoff Pandemrix kann ein Arbeitsunfall sein", schreibt Spiegel Online - das habe zumindest das Sozialgericht Mainz entschieden. Wissenschaftler warnten allerdings bereits 2010 vor einem Zusammenhang zwischen der Verabreichung des Schweinegrippe-Impfstoffs Pandemrix und dem Auftreten der lebensbedrohlichen Narkolepsie bei Kindern - die Bundesregierung kaufte trotzdem per Geheimvertrag Millionen Impfstoffdosen beim britischen Pharmahersteller GlaxoSmithKline ein. Der Vertrag zwischen Bundesregierung und GlaxoSmithKline garantierte dem britischen Unternehmen Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe, während eine Klausel die Haftung für Nebenwirkungen auf den Bund übertrug. Im März 2013 wiesen auf Grund neuer Daten auch die britische Gesundheitsbehörde HPA den Zusammenhang zwischen Pandemrix-Impfung und Schlafkrankheit bei Kindern in UK nach, jenseits des Atlantik betont die Seuchenschutzbehörde CDC kurzerhand, das "Pandemrix nie für die USA zugelassen wurde". Lediglich die Bundesregierung und ihr Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) scheinen davon nicht viel mitzubekommen. Lesen sie nachfolgend einen exklusiven Auszug aus dem im Jahr 2011 bei Carl Hanser erschienenem Buch "Die Viren-Lüge. Wie die Pharmaindustrie mit unseren Ängsten Milliarden verdient".


von Marita Vollborn und Vlad Georgescu


An den Februar des Jahres 2011 wird sich der eine oder andere Manager der Pharmaindustrie gerne erinnern. Es war ein guter Monat. In Libyen kämpfte der gefürchtete Diktator Muammar al-Gaddafi um seine Macht, kurz zuvor hatte Autokrat Hosni Mubarak in Ägypten seinen Posten als Staatspräsident räumen müssen. Der Geist der Revolution erfasste im Bonsai-Format auch die Wissenschaftselite in Deutschland, wo sich gegen die kopierte Doktorarbeit des damaligen Verteidigungsministers so großer Widerstand regte, dass ein mehr als unglücklich agierender Karl-Theodor zu Guttenberg schließlich zurücktrat. Weil der Minister a.D. in Umfragen der beliebteste Politiker Deutschlands war, hielt die Diskussion über die „Copy-Paste“-Affäre noch Wochen an. Parallel zu solchen Themen bestimmte eine weitere Meldung den Februar. Sollten Autofahrer den kuriosen Biosprit E10 tanken, oder lieber nicht? Wi