Gute Küche beugt Darmkrebs vor

Gesundes Essen kann Darmtumore vermeiden - doch was genau sollte man dafür zu sich nehmen? Die Deutsche Krebshilfe hat zum Tag der gesunden Ernährung jetzt Tipps parat.


Viele Ballaststoffe für einen starken Darm


Der Körper sei wie ein großes Kraftwerk, das nur dann optimale Leistung erbringt, wenn es die richtigen Rohstoffe - also Nahrungsmittel - erhält. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse sind daher laut Krebshilfe die Basis für eine gesunde Ernährung.


Dies spiegele sich auch in den Rezepten wider, die Meisterkoch Thomas Kammeier aus Berlin kreiert hat: Sie enthalten alle eine große Portion Gemüse wie etwa Blumenkohl, Zucchini, Paprika oder Kichererbsen. Neben Energie liefern diese Lebensmittel viele Vitamine und Mineralstoffe. Zudem sind sie reich an Ballaststoffen. Diese kann der Körper zwar nicht abbauen, aber sie erfüllen eine wichtige Funktion: Sie binden im Darm Wasser, quellen auf und regen damit die Darmtätigkeit an. Verschiedene Studien zeigen, dass eine ballaststoffreiche Ernährung das Darmkrebsrisiko senken kann.


Auf das Körpergewicht achten


Bei kalorienreichen Nahrungsmitteln, die viel Zucker oder Fett enthalten, ist Zurückhaltung geboten. Vor allem zuckerhaltige Getränke wie Cola oder Limonade sollten eine absolute Ausnahme sein. Sie enthalten leere Kalorien - also viel Energie, aber keine Vitamine oder Mineralstoffe. "Langfristig und im Übermaß konsumiert, machen Lebensmittel wie Currywurst, Pommes und Pizza dick", warnt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. "Wir wissen, dass starkes Übergewicht das Risiko für 13 Krebsarten erhöht, darunter auch für Darmkrebs. Wer sein Krebsrisiko reduzieren möchte, sollte daher unbedingt auf sein Körpergewicht achten und Übergewicht vermeiden." Die Stellschrauben dafür sind eine ausgewogene und vielseitige Ernährung sowie ausreichend körperliche Aktivität. Wer bewusst frische, pflanzliche Lebensmittel auswählt und im Idealfall selbst kocht, hat es bei der Gewichtskontrolle leichter. "Mit Vorsicht zu genießen sind auch alkoholische Getränke, denn sie enthalten extrem viele Kalorien", sagt Nettekoven. "Zudem ist Alkohol ein unabhängiger Risikofaktor für mehrere Krebsarten, vor allem des Verdauungstraktes."