Gipskarstlandschaft adé – Das brachiale Sterben eines Biodiversität Hotspots

Gipskarstlandschaft adé – Das brachiale Sterben eines Biodiversität Hotspots


(LifeGen.de, 1.7.2018) Die Gipsindustrie im Südharz vernichtet in einem unglaublichen Ausmaß einzigartige Naturschutzgebiete. Durch den obertägigen Gipsabbau im Landkreis Göttingen/Altkreis Osterode zerstört sie nicht nur großflächig die europaweit einmaligen Karsterscheinungen, sondern löscht damit gleichzeitig die charakteristische Flora und Fauna aus – und zwar unwiederbringlich. Selbst ein vom Bund ausgerufener Biodiversitäts-Hotspot vermag den Raubbau nicht zu stoppen.

eine Reportage von Marita Vollborn



Meter um Meter kämpft sich der Wanderer voran. Seine ledergefetteten Boots versinken im Schlamm, mit jedem Schritt pappt mehr Morast an den Sohlen, quillt über die Schnürung und erreicht schließlich den Schaft. Zu spät: Die Socken sind durchfeuchtet, die Hose ist bis zu den Knien verschmutzt. So hätte sich der Mann den Neujahrsausflug ins Naturschutzgebiet Gipskarstlandschaft bei Ührde nicht vorgestellt.


Ausgewiesen als Hotspot der Biodivers