Gips-Raubbau: BUND unterschrieb 70-Jahres Vertrag mit Knauf-Tochter

Die Gipskarstlandschaft und ihre Dolomitlagerungen bei Ührde in Niedersachsen zählen zu den weltweit einzigartigen Landschaften, in Deutschland werden sie als Biodiversitäts-Hotspot eingestuft. Über 600 Arten wurden nachgewiesen, bevor der Abbau kam. Trotzdem einigten sich der Regionalverband des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Westharz / Niedersachsen mit der zum Knauf-Konzern zählenden Firma Rump und Salzmann auf einen Vertrag, der faktisch den Dolomitabbau bei Ührde bis Ende dieses Jahrhunderts durch skurrile Ersatzmaßnahmen absegnet. Einer der Unterzeichner ist Dr. Friedhart Knolle - Vorsitzender des BUND Regionalverbandes Westharz, Pressesprecher des Nationalpark Harz und omnipräsenter Liebling der Medien.


Doch Knolle treibt ein schwer nachvollziehbares Spiel. Sämtliche Versuche der BUND Ortsgruppe Osterode, gegen Knauf juristisch vorzugehen, wurden vom BUND - und Knolle - unterbunden. Auch die Landtagsfraktion der Grünen in Hannover stellte sich ebenso taub, wie der BUND Vorstand in Berlin.


Angesichts des massiven Abbaus von Gips und Dolomit im Südharz, bei dem Politik und Naturschutzverbände lediglich auf dem Papier protestieren, wird DISPARUM21 ab heute die Zerstörung des einzigartigen Hotspots dokumentieren und die Verantwortlichen beim Namen nennen.


Wir freuen uns auf Klagen seitens der Gipsindustrie oder der involvierten Naturschutzverbände - weil der größte Umweltskandal der Republik dann endlich vor Gericht verhandelt würde.


Bleiben Sie dran!

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