top of page

Flüssigkeitslunge rafft amerikanische Kinder dahin

Das White Lung Syndrom breitet sich in den USA aus, weil Antibiotika nicht mehr wirken.

Die Flüssiglunge ist eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation, die bei Kindern auftreten kann, die versehentlich Flüssigkeit in die Lunge einatmen. Die Flüssigkeit kann zu einer Entzündung und einem Versagen der Lungenfunktion führen, die lebensbedrohlich sein kann. Laut einer Studie aus dem Jahr 2019 starben in den USA zwischen 2000 und 2015 etwa 1.400 Kinder an Flüssiglunge, was einer Rate von 0,12 pro 100.000 Kindern entspricht. Die weltweite Sterblichkeitsrate ist jedoch viel höher und wird auf 7,6 pro 100.000 Kinder geschätzt. Die meisten Todesfälle durch Flüssiglunge treten in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen auf, wo die medizinische Versorgung und Prävention unzureichend sind.

Jetzt melden US-Behörden eine deutliche Zunahme der Fälle. Der Grund: Zunehmende Antibiotikaresistenzen.

Das White Lung Syndrom, auch bekannt als Flüssigkeitslunge oder nasse Lunge, ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die durch eine schwere Lungenentzündung mit beidseitigen Lungenläsionen gekennzeichnet ist. Die Lungen sind auf Röntgenaufnahmen oder CT-Scans weiß erscheinen, weil sie mit Flüssigkeit gefüllt sind, die aus den beschädigten Alveolen und Kapillaren austritt. Dies führt zu einem Sauerstoffmangel im Blut und zu Atemnot, Zyanose, Schwitzen, Herzrasen und kognitiver Verwirrung.

Neben China sind auch andere Länder von dem White Lung Syndrom betroffen. In den USA wurden mehrere Ausbrüche gemeldet, vor allem in den Bundesstaaten New York, Kalifornien und Florida.

Das White Lung Syndrom kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden, wie bakterielle Infektionen, Krampfanfälle, Aspirationspneumonie, Mykoplasmenpneumonie oder Brusttrauma. Es kann auch eine Folge einer Infektion mit dem COVID-19-Virus sein, das seit Dezember 2022 in China zu einem starken Anstieg der bestätigten Fälle geführt hat. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, Asthma, Nierentransplantation, Lebertransplantation oder Autoimmunerkrankungen.

Die Diagnose des White Lung Syndroms erfolgt anhand der klinischen Symptome und der bildgebenden Untersuchungen der Lunge. Dabei zeigt sich eine vermehrte hilifugale Streifenzeichnung und eventuell gering ausgeprägte Pleuraergüsse. Die Therapie besteht in der Gabe von Sauerstoff und der Pflege im Inkubator. In schweren Fällen kann eine künstliche Beatmung oder eine extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) erforderlich sein.

Das White Lung Syndrom ist eine ernste Komplikation, die zu einem Multiorganversagen und zum Tod führen kann. Die Prognose hängt von der Schwere der Erkrankung, dem Alter und dem Vorhandensein von Begleiterkrankungen ab. Die Sterblichkeitsrate liegt zwischen 30 und 60 Prozent.

Quellen:

: Flüssigkeitslunge – DocCheck Flexikon https://flexikon.doccheck.com/de/Fl%C3%BCssigkeitslunge

: Breathing Labs – Answers to Your Top 6 Questions on White Lungs https://www.breathinglabs.com/pulmonary-diseases/answers-to-your-top-6-questions-on-white-lungs/

: Acute Respiratory Distress Syndrome – DocCheck Flexikon https://flexikon.doccheck.com/de/Acute_Respiratory_Distress_Syndrome

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Unzählige Leben stehen in Rafah auf dem Spiel

GENF, 14. Februar./TASS/. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat vor den verheerenden Folgen der verschärften Feindseligkeiten in Rafah an der Grenze zu Ägypten gewarnt, wo zahlreiche V

Comments


bottom of page