Dr. Friedhart Knolle: 99 Prozent der Wörter in Dissertation laut PlagAware kopiert

Dr. Friedhart Knolle ist Pressesprecher des Nationalparks Harz und BUND-Vorsitzender des Regionalverbandes Westharz. Promoviert hat der Geologe am Julius Kühn Institut, das wiederum dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft untersteht.

Eine mit Hilfe der PlagAware-Software durchgeführte Analyse seiner Dissertationsschrift kam zu folgendem Ergebnis:


38.846 / 39.350 Worte kopiert


Aus diesem Grund wurde das Julius Kühn Institut und das Ministerium ebenso wie die Universität Braunschweig gebeten, die Dissertation eingehend zu überprüfen.


Bei PlagAware handelt es sich um eine von Universitäten und Behörden genutzte Technologie, mit deren Hilfe Unstimmigkeiten in Promotionen analysiert werden können.

Ergebnisse von PlagAware stellen indes nach Angaben der Betreiber noch keinen Plagiatsnachweis dar. Sie dienen allerdings in vielen Fällen als Orientierungshilfe oder liefern Hinweise, dass Plagiate vorliegen können.


Angesichts der herausragenden öffentlichen Stellung von Dr. Knolle erscheint die baldige Klärung durch das Julius Kühn Institut im Interesse aller Beteiligten und der Öffentlichkeit unabdingbar.


Sollte es bis zum 15. Juni 2021 zu keiner detaillierten Antwort auf die gestellte Anfrage geben, wollen die beiden auf investigativen Journalismus spezialisierten Bestsellerautoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu einen aus Österreich stammenden, international anerkannten Plagiatsforscher einschalten, um den Sachverhalt zu klären.


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