CBD vielversprechend im Kampf gegen Glioblastom

Cannabidiol könnte eines Tages in der Behandlung von Glioblastomen zum Einsatz kommen. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie an der Colorado State University und der University of California, Davis. Allerdings sei derzeit man noch weit von einer therapeutischen Anwendung entfernt.


"Weitere Forschung und Behandlungsmöglichkeiten für Patienten, die von Hirntumoren betroffen sind, werden dringend benötigt", sagt Chase Gross, Student im Doktorandenprogramm für Tiermedizin/Master of Science an der Colorado State University. "Unsere Arbeit zeigt, dass CBD das Potenzial hat, eine effektive, synergistische Glioblastom-Therapieoption zu bieten, und dass es weiterhin intensiv untersucht werden sollte."


Gross sollte die Forschungsergebnisse auf der Jahrestagung der American Society for Pharmacology and Experimental Therapeutics bereits im Sommer 2020 in San Diego vorstellen. Aufgrund der Coronapandemie wurde die Veranstaltung jedoch ausgesetzt.


Das Abstract des Forschungsteams wurde allerdings im FASEB Journal veröffentlicht.


Gross und Kollegen untersuchten menschliche und Glioblastomzellen von Hunden, da der Krebs auffällige Ähnlichkeiten zwischen den beiden Spezies aufweist. Sie testeten die Wirkung von CBD-Isolat, das 100 Prozent CBD enthält, und CBD-Extrakt, der geringe Mengen anderer natürlich vorkommender Verbindungen wie Cannabigerol und Tetrahydrocannabinol oder THC enthält.


"Unsere Experimente zeigten, dass CBD das Wachstum von Krebszellen verlangsamt und sowohl für menschliche Glioblastom-Zelllinien, als auch ihren Pendants beim Hund toxisch ist", sagte Herr Gross. "Wichtig ist, dass die Unterschiede in der Anti-Krebs-Wirkung zwischen CBD-Isolat und Extrakt vernachlässigbar zu sein scheinen."


Die neue habe zudem Arbeit demonstriert, dass die toxischen Effekte von CBD durch den natürlichen Weg der Zelle zur Apoptose, einer Form des programmierten Zelltodes, vermittelt werden. Die Forscher beobachteten auch, dass der CBD-induzierte Zelltod durch große, geschwollene intrazelluläre Vesikel gekennzeichnet war, bevor die Membran beginnt, sich auszuwölben und zusammenzubrechen. Dies war bei allen untersuchten Zelllinien der Fall.


Die Forscher glauben, dass die krebshemmenden Wirkungen von CBD auf die Mitochondrien - die energieproduzierenden Strukturen der Zelle - abzielen, indem sie die Mitochondrien zur Fehlfunktion und zur Freisetzung schädlicher reaktiver Sauerstoffspezies veranlassen. Ihre Experimente zeigten, dass Zellen, die mit CBD behandelt wurden, eine signifikante Abnahme der mitochondrialen Aktivität aufwiesen.


"CBD wurde in den letzten zehn Jahren eifrig in Zellen auf seine krebshemmenden Eigenschaften untersucht", sagte Gross. "Unsere Studie trägt dazu bei, das in vitro-Puzzle zu vervollständigen, was es uns ermöglicht, bei der Untersuchung der Auswirkungen von CBD auf das Glioblastom in einer klinischen Umgebung mit lebenden Tiermodellen voranzukommen. Dies könnte zu neuen Behandlungen führen, die sowohl Menschen als auch Hunden mit dieser sehr ernsten Krebserkrankung helfen würden."


Als nächstes planen die Forscher, von Zellkulturen zu Tiermodellen überzugehen, um die Auswirkungen von CBD auf das Glioblastom zu testen. Wenn die Tierstudien gut verlaufen, könnte die Arbeit in klinische Studien an Hunden übergehen, die am Colorado State University Veterinary Teaching Hospital wegen eines natürlich vorkommenden Glioblastoms behandelt werden.

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