CBD und VPA wirken im Tierexperiment nicht synergistisch

Trotz der Beweise, die Cannabidiol (CBD) als Antikonvulsivum unterstützen, gibt es weiterhin Kontroversen über die antiseptische Wirksamkeit, mögliche unerwünschte Wirkungen und synergistische Wechselwirkungen mit klassischen Antiepileptika wie Valproat (VPA). Der genetische audiogene Anfallshamster der Universität Salamanca (GASH/Sal) ist ein zuverlässiges experimentelles Modell für generalisierte tonisch-klonische Anfälle als Reaktion auf intensive Schallstimulation. In der vorliegenden Studie wurden die verhaltensbezogenen und molekularen Effekte von akuten und chronischen intraperitonealen Verabreichungen von VPA (300 mg/kg) und CBD (100 mg/kg) auf die audiogenen Anfälle des GASH/Sal sowie die Koadministration beider Medikamente untersucht.


Die GASH/Sal Tiere wurden vor und nach der entsprechenden Behandlung nach 45 min, 7 Tagen und 14 Tagen auf Anfallsschwere und Neuroethologie, Freilandverhalten, Körpergewichtsveränderungen und verschiedene hämatologische und biochemische Parameter untersucht. Darüber hinaus wurde das Hirngewebe, das den Colliculus inferior (sog. epileptogener Kern) enthält, für die Analyse der reversen Transkription und der quantitativen Polymerase-Kettenreaktion aufbereitet, um die Behandlungseffekte auf die Genexpression neuronaler Rezeptoren zu bestimmen, die mit den Wirkungen des Medikaments und der Iktogenese in Verbindung stehen.


Die Ergebnisse wiesen darauf hin, dass eine einmalige Gabe von VPA dazu beiträgt, dass die Tiere keine Krämpfe bekommen und eine vollständige Eliminierung der Anfälle einsetzt, während eine 7-tägige chronische VPA-Behandlung nur geringe Auswirkungen auf das Anfallsverhalten hatte.


Die akute Verabreichung von CBD zeigte eine subtile Abschwächung des Anfallsverhaltens, eine Verlängerung der Anfallslatenz und eine Verkürzung der Dauer der Konvulsionsphase, jedoch ohne vollständige Anfallsabschaffung. Chronische CBD-Behandlungen hatten keine signifikanten Auswirkungen auf schallinduzierte Anfälle, obwohl sich bei einigen Tieren die Anfallsschwere leicht verbesserte.


Die Forscher folgern: "Akute und chronische CBD-Behandlungen haben keine signifikanten nachteiligen Auswirkungen auf das Körpergewicht, hämatologische Parameter und die Leberfunktion, obwohl die Bewegungsaktivität reduziert war. Die Kombination von VPA und CBD veränderte das therapeutische Ergebnis der VPA-Monotherapie nicht und zeigte keine offensichtlichen synergistischen Effekte. Im Vergleich zu Scheintieren verursachten chronische Behandlungen mit CBD abnorme mRNA-Expressionsniveaus für die Gene Trpv1, Adora1, Slc29a1 und Cnr1, während für Htr1a und Sigmar1 keine Unterschiede in der Genexpression gefunden wurden. Unsere Studie wirft ein Licht auf die verhaltensbezogenen und molekularen Effekte von CBD und VPA im GASH/Sal-Modell und bildet die Grundlage für weitere Studien zu den pharmakologischen Effekten von CBD und seinen Wechselwirkungen mit anderen Antikonvulsiva".


Schlüsselwörter

Tiermodelle Antiepileptika


Originalpublikation:


FRONTIERS IN BEHAVIORAL NEUROSCIENCE (2021-01-01)


Behavioral and Molecular Effects Induced by Cannabidiol and Valproate Administration in the GASH/Sal Model of Acute Audiogenic Seizures


  • Giselda Cabral-Pereira,

  • Giselda Cabral-Pereira,

  • David Sánchez-Benito,

  • David Sánchez-Benito,

  • Sandra M. Díaz-Rodríguez,

  • Sandra M. Díaz-Rodríguez,

  • Sandra M. Díaz-Rodríguez,

  • Jaime Gonçalves,

  • Jaime Gonçalves,

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  • Consuelo Sancho,

  • Consuelo Sancho,

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  • Orlando Castellano,

  • Orlando Castellano,

  • Orlando Castellano,

  • Luis J. Muñoz,

  • Dolores E. López,

  • Dolores E. López,

  • Dolores E. López,

  • Ricardo Gómez-Nieto,

  • Ricardo Gómez-Nieto,

  • Ricardo Gómez-Nieto

DOI https://doi.org/10.3389/fnbeh.2020.612624

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