Boehringer Ingelheim und Google wollen Quantencomputer bauen

Boehringer Ingelheim hat einen Kooperationsvertrag mit Google Quantum AI (Google) bekanntgegeben. Die Kooperation soll neue Anwendungsmöglichkeiten für Quantencomputer für die pharmazeutische Forschung und Entwicklung entwickeln, insbesondere bei Molekulardynamik-Simulationen. Die neue Partnerschaft verbinde die Expertise von Boehringer Ingelheim bei computergestütztem Wirkstoffdesign und Modellierung mit den technologischen Möglichkeiten von Google als einem der führenden Entwickler von Quantencomputern und Algorithmen.


Boehringer Ingelheim ist weltweit das erste Pharmaunternehmen, das mit Google im "Quantum Computing" zusammenarbeitet. Die Zusammenarbeit ist auf drei Jahre angelegt und wird von dem neu gegründeten Quantum-Forschungslabor von Boehringer Ingelheim mitgeleitet.


Die neue Kooperation ist Teil der umfassenden digitalen Transformationsstrategie von Boehringer Ingelheim - mit dem Ziel, vielversprechende Forschungsaktivitäten schneller und effektiver weiterzuentwickeln und dadurch mehr bahnbrechende medizinische Lösungen auf den Markt zu bringen, die Patienten dringend benötigen. Dafür erhöht das Unternehmen seine Investitionen in ein breites Spektrum digitaler Technologien. Schlüsselbereiche wie Künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen und Data Science helfen dabei, Krankheiten, ihre Treiber und Biomarker sowie digitale Therapiemöglichkeiten besser zu verstehen.

"Die äußerst präzise Modellierung molekularer Systeme gilt weithin als die natürlichste Anwendung von Quantum Computing und hat das Potenzial, Arbeitsprozesse grundlegend zu verändern. Daher freuen wir bei Google uns darauf, mit Boehringer Ingelheim zusammenzuarbeiten und gemeinsam Fälle und Methoden für chemische Quantensimulationen zu erforschen. Boehringer Ingelheim bringt ein beeindruckendes Team im Bereich Quantum Computing mit sowie großes Fachwissen, wie man die technologischen Möglichkeiten praktisch in der Pharmazie nutzt", sagt Ryan Babbush, Leiter von Quantum Algorithms bei Google.


Computerbasierte Ansätze bilden bereits die Grundlage für das Design sowie die Entwicklung innovativer Medikamente - und haben einen großen Anteil daran, die Gesundheit von Menschen und Tieren zu verbessern. Allerdings können heutige Computer wegen ihrer Algorithmenstruktur nicht viele der wirklich komplexen Herausforderungen meistern, die grundlegend für die frühen Phasen pharmazeutischer Forschung und Entwicklung sind, darunter insbesondere Simulationen und Analysen von für den Krankheitsmechanismus relevanten Molekülen. Quantum Computing besitzt das Potenzial, viel größere Moleküle als derzeit möglich genau zu simulieren und zu vergleichen. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für pharmazeutische Innovationen und Therapien für ein breites Spektrum an Krankheiten.

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