Atomstrom keine Lösung für Gaskrise

Anlässlich der Debatte um längere Laufzeiten der drei noch laufenden Atomkraftwerke (AKW) in Deutschland erklärt Olaf Bandt, Vorsitzender beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):


„Es ist ein Skandal, dass sich SPD und Grüne in der Atomfrage mit einer populistischen Scheindebatte von CDU/CSU und FDP vor sich hertreiben lassen. Die Fakten liegen längst auf dem Tisch. Auch ein erneuter Stresstest ändert nichts daran, dass die Sicherheitsrisiken und Kosten eines Weiterbetriebs in keinem Verhältnis zu den dadurch gewonnenen, vergleichsweise geringen Strom-Kapazitäten stehen. Die drei noch laufenden AKW haben einen Anteil von nur etwa sechs Prozent am deutschen Strommix. Und von zusätzlichen Strommengen kann kurzfristig ohnehin nicht die Rede sein, da neue Brennelemente nicht auf Halde liegen und frühestens im übernächsten Winter verfügbar wären.


Die Gaskrise ist laut BUND mit Atomkraft nicht ansatzweise lösbar. Erdgas wird hierzulande zu etwa 85 Prozent für Wärme und Industrieprozesse eingesetzt.

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